Zahnbleaching: Strahlende Zähne auf Kosten der Gesundheit?

Nikotin, Koffein und Wein lagern sich im Zahnschmelz ab. Ebenso machen bestimmte Medikamente die Zähne mit der Zeit gelb. Auch zuviel Fluorid führt zu Flecken an den Zähnen.

In diesem Artikel soll es um das Zahnbleaching und den damit verbundenen Risiken gehen. Zahnbleaching liegt derzeit voll im Trend. Und die Hollywood Stars machen es vor. Mit Zahnbleaching kann man gelbe Zähne weiß zaubern. Aber welche Methoden gibt es? Was für Kosten kommen auf einen zu? Und wie steht es mit den gesundheitlichen Risken?


Methoden des Bleachings
Bei der Oxidationsbleiche werden Wasserstoff-Peroxid oder andere Chlorverbindungen verwendet. Dabei wird Sauerstoff freigesetzt und die Verfärbungen durch den einsetzenden Oxidationsprozess zerstört. Das Ergebnis hält zwei Jahre an. Danach müsste es wiederholt werden.

Die andere Methode ist die Reduktionsbleiche. Bei dieser werden Schwefelverbindungen verwendet, die den Verfärbungen den Sauerstoff nehmen. Das Ergebnis hält nicht so lange an wie bei der Oxidationsmethode, so dass der Vorgang etwas später wiederholt werden sollte.

Kosten des Bleachings
Man kann das Bleaching zu Hause oder beim Zahnarzt machen lassen. Bei beiden Anwendungen ist eine Reinigung der Zahnoberfläche vor dem Bleachen unabdingbar. Eine weitere Vorraussetzung ist ein guter Zustand des Zahnfleisches .Ist dieses durch Paradontose krank, sollte man die Behandlung sein lassen.

Der Zahnarzt schmiert das Aufhellungsmittel direkt auf den Zahn und behandelt es mit Licht oder Soft-Laser. Der so freigesetzte Sauerstoff bleicht dann die Zähne. Dafür braucht man eine Sitzung. Manchmal nimmt der Zahnarzt auch mit Bleichmittel versehene Kunststoffschienen, diese bleiben eine Stunde auf den Zähnen und nach zwei oder drei Sitzungen sieht man Erfolge. Die Kosten beim Zahnarzt betragen ab 300 Euro und 50 Euro pro Zahn. Beim Bleachen von zu Hause aus betragen die Kosten zwischen 15 bis 40 Euro. Hierbei ist die Wirkung schwächer.

Risiken des Blachings
Es hört sich alles so gut an. Dank Bleichmittel werden die Zähne sofort weißer. Mit einer Behandlung lassen sich jahrelange Verfärbungen entfernen. Aber wie sieht es mit den gesundheitlichen Risiken aus?

Als Nebenwirkung ist eine erhöhte Empfindlichkeit der Zähne und Zahnhälse zu nennen. Auch kann es zu Zahnfleischentzündungen kommen. Die Beschwerden klingen in der Regel wieder ab.

Wenn man Karies hat, sollte man sich die Zähne nicht bleichen lassen, der Zahnnerv kann beschädigt werden.

In einer Studie der Ohio State University haben Forscher herausgefunden, dass mit Bleichmitteln behandelte Zähne an Härte des Zahnschmelzes verloren. Bei all diesen Fakten sollte man also Risiko und Nutzen gut abwägen.
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