Tischtennis - Aufstieg in die Landesliga für den SV Cobbelsdorf

  An diesem Wochenende stand das lang ersehnte Endspiel des Gruppenersten SV Cobbelsdorf gegen den nur mit einem Punkt zurück liegenden TSV Griebo an.
Für den SVC würde ein Unentschieden reichen, Griebo müsste gewinnen, um in die Landesliga aufzusteigen.
Bereits vor Spielbeginn füllte sich die Halle in Cobbelsdorf - so viele Zuschauer gab es hier noch nie! Die Fans von Griebo auf der einen Seite, die vom SVC auf der anderen. Auch aus einigen anderen Bezirksligamannschaften waren Gäste da, die das Ereignis auf keinen Fall verpassen wollten. Es herrschte eine tolle, von Erwartung geprägte Stimmung.
Schon vor Spielbeginn zeigte sich, dass die Mannschaften ein freundschaftliches, faires Verhältnis pflegen. Es wurde gegrüßt und einige Worte gewechselt.
Dann ging es mit den drei Doppelpartien los. Jeder gewonnene Ball wurde kräftig von den Fans beklatscht, und obwohl sich Cobbelsdorf nach Kräften wehrte, lagen sie nach den Doppeln 1:2 im Rückstand.
Im Anschluss gingen auch die beiden Einzel im oberen Paarkreuz für Cobbelsdorf verloren (Nitze/Missal und Lindner/Ofenhammer), so dass es plötzlich 4:1 für Griebo stand. Der Jubel auf der Grieboer Seite nahm bei jedem Spiel zu, die Enttäuschung bei den Cobbelsdorfern auch. Doch dann wendete sich das Blatt. Im mittleren Paarkreuz wurden beide Spiele gewonnen (Grewling/Gramm und Kanitz/Liehr). Und als dann auch noch das untere Paarkreuz von Cobbelsdorf beide Spiele gewann (Braun/Becker und Schad/Höpper) stand es plötzlich 5:4 für Cobbelsdorf.
Bei den weitern Partien sah man, dass die Mannschaften wirklich auf Augenhöhe spielten. Lindner musste sich im fünften Satz gegen Missal geschlagen geben, Nitze verlor gegen Ofenhammer ebenfalls im fünften Satz. Nun stand es wieder 6: 5 für Griebo. Alle Hoffnung der Cobbelsdorfer lag nun wieder auf dem mittleren Paarkreuz. Grewling bezwang Liehr, gegen den er in der Hinrunde noch 2:3 verloren hatte, im vierten Satz und Kanitz konnte sich in einem engen, emotionsgeladenen Spiel gegen Gramm im vierten Satz mit 12:10 durchsetzen. Bei einer knappen 7:6 - Führung für den SVC lagen die Nerven bei allen blank. Ein weiterer Punkt würde Cobbelsdorf für den Aufsieg reichen.
In einem engen 4.Satz verlor Braun gegen Höpper 9:11, so dass es nun 7:7 stand. Was für eine Spannung!
Nun stand das letzte Einzel an. Schad, der in dieser Saison bisher 22 Spiele für sich entscheiden konnte und nur eins verloren hatte, musste gegen Becker an den Tisch. In der Halle war es mucksmäuschenstill vor Spannung. Den ersten Satz gewann Schad klar, so dass es schien, als wäre die Entscheidung bereits vorfristig gefallen. Doch Becker spielte vor der Masse von Zuschauern grandios, so dass sich Schad von hinten auf Aufholjagd zu einem 11:9 im 2. Satz kämpfen musste. Und auch der dritte Satz wurde hart umkämpft. Es wurde gejubelt,geklatscht, gestöhnt und geflucht. Am Ende bezwang Schad Becker jedoch mit 11:9 im dritten Satz. Jetzt sprang der ganze Cobbelsdorfer Fanblock auf, jubelte und lag sich in den Armen. Die 8:7 - Führung reichte für den Aufstieg. Während das Entscheidungsdoppel noch pro forma gespielt wurde (Sieg für Griebo), wurde von Cobbelsdorfer Seite bereits ein kleines Buffet aufgebaut, zu dem alle Spieler und Gäste eingeladen wurden.
Nach Ende des Spiels zeigte sich erneut, wie sportlich und fair alle miteinander umgingen. Die Halle war noch bis in die späten Abendstunden gut besucht, man spielte noch untereinander an den Tischen, aß, trank, fachsimpelte und plauderte.
Eine tolle Stimmung!
Ein Finale auf Augenhöhe, das durchaus hätte auch anders verlaufen können. Das Endergebnis von 8:8 zeigt deutlich, dass es nur Nuancen waren, die ein Spiel entschieden haben.
Jetzt wird sich zeigen, was den SVC in der Landesliga erwartet. Wir drücken die Daumen und hoffen, dass es eine erfolgreiche neue Saison für alle wird.
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1 Kommentar
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Peter Pannicke aus Wittenberg | 19.04.2015 | 23:28   Melden
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