Erntedankfest in Zappendorf im Zeichen der Dorfentwicklung

Festlich geschmücktes Heimatmuseum in Müllerdorf
 
Buttern wie in alten Zeiten
Zappendorf: Heimatmuseum | Inzwischen ist es schon Tradition: Das Landwirtschaftsmuseum in Müllerdorf gibt die Kulisse ab für das Zappendorfer Erntedankfest. Am Sonntagnachmittag des 2. Oktober war es wieder einmal so weit. Mehrere hundert Einwohner aus Zappendorf und anderen Ortschaften Salzatals kamen im festlich geschmückten Innenhof des Museums zusammen. Sie konnten sich bei musikalischer Unterhaltung mit Federweißem, Wein, Bier, Kaffee, Kuchen und Bratwürsten verpflegen. An mehreren Ständen wurden handwerkliche Produkte angeboten und bäuerliche Handwerkstraditionen wie das Buttern (Bild) und das Spinnen vorgeführt.

Willkommensgeschenk für Neubürger

Das Erntedankfest gab auch Anlass, die Erfolge verschiedener Initiativen und Aktivitäten zu bilanzieren, mit denen Zappendorf als lebendige, lebenswerte und vom Zusammenhalt ihrer Bewohner geprägte Ortschaft vorangebracht werden sollte. Die Ortsbürgermeisterin Ina Zimmermann wies darauf hin, dass seit drei Jahren Zappendorfer Neubürger ein Begrüßungsgeschenk erhalten. Im Jahresverlauf konnten auf diese Weise bereits 57 Neugeborene und Zuzügler – verteilt auf 37 Haushalte – begrüßt werden. Diese Familien waren auch zum Erntedankfest eingeladen, um mit der Bürgermeisterin und den Ortschaftsräten auf ein Glas Sekt anzustoßen. Mit dieser Praxis setzt Zappendorf in vorbildlicher Weise Strategievorschläge des „Weckweisers Demographie“ für die Gemeinde Salzatal um.

Erfolgreich in Dorfwettbewerben

Im Zentrum der Zappendorfer Aktivitäten stand in den letzten Jahren die Teilnahme an verschiedenen Dorfwettbewerben auf Landes-, Bundes- und europäischer Ebene. Diesbezüglich zählte der frühere Leiter des Museums und jetzige Vorsitzende des Museums-Vorstandsrats Wolfgang Schumann noch einmal die erzielten Erfolge und Rangplätze auf. Für den zuletzt erreichten dritten Platz beim Europäischen Dorferneuerungspreis und Europäischen Demografie-Preis erhielt die Ortschaft vom Veranstalter ein Anerkennungsschild. Dieses wurde den Festbesuchern von Herrn Schumann präsentiert und anschließend am Eingang des Museums dauerhaft dauerhaft installiert, wie die Bilder zeigen.

Kontinuität durch alteingesessene Mehrgenerationenfamilien

Die in Zappendorf praktizierte Willkommenskultur manifestierte sich in einem letzten Programmpunkt. Hier stellte Wolfgang Schumann (Bild) den Festbesuchern drei alteingesessene Familienverbände vor: Die Familien Rose, Müller und Maennicke. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie seit mehreren Generationen ansässig sind und Landwirtschaft auf eigenem Grund betreiben bzw. als Leiter einer landwirtschaftlichen Genossenschaft tätig sind. Gegenwärtig bewirtschaften sie den größten Teil der Flur Zappendorf und darüber hinaus Flächen in ganz Salzatal. Diese Familienbetriebe werden auch weiterhin eine Ankerfunktion in Zappendorf haben, denn es zeichnet sich ab, dass auch die nachwachsende Generation die Betriebe weiterführen wird. Als Anerkennung für diese Familien verteilten die Ortsbürgermeisterin und Ortschaftsräte Blumen (Bild) und sprachen ihren Dank für die bisherige Treue zur Gemeinde aus.
1
1
2
Diesen Mitgliedern gefällt das:
 auf anderen WebseitenSendenMelden
1 Kommentar
2.559
Roland Worch aus Aschersleben | 05.10.2016 | 15:56   Melden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.