Im Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ läuft Zappendorf zu großer Form auf

  Zappendorf: Landwirtschaftsmuseum |

Am Montag, den 4. Mai 2015 war es soweit: Die Bürger der Ortschaft Zappendorf, allen voran Bürgermeisterin Ina Zimmermann, stellten sich den kritischen Blicken der Bewertungskommission im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Der Beitrag zeichnet die Stationen der Bewertungskommission nach.

Beflügelt vom erfolgreichen Abschneiden im Wettbewerb 2014 auf Kreisebene (Bild) beschloss man in Zappendorf, 2015 eine Ebene höher am gleichnamigen Landeswettbewerb teilzunehmen. Eine erste Hürde wurde schon genommen, da unter den insgesamt 109 Bewerbergemeinden Zappendorf zu einer derjenigen 14 Gemeinden zählt, für die ein Begehungstermin festgesetzt wurde. Nach Bekanntwerden dieses Termins wurde in Zappendorf vielfältige Anstrengungen unternommen, um diese Begehung zu einem Erfolg werden zu lassen. Bei der Tourplanung galt es, ein enges Zeitfenster von zwei Stunden zu berücksichtigen, da die Bewertungskommission am gleichen Tag noch eine weitere Ortschaft in Augenschein nehmen wollte.

Startpunkt Jugendcamp

Ausgangs- und Endpunkt der ausgearbeiteten Besichtigungstour war das Kinder- und Jugendcamp in Köllme. Kurz vor 10 Uhr stand dort der Festzugswagen des Karnevalvereins bereit, mit dem die Mitglieder der Bewertungskommission, die Bürgermeisterin und verschiedene Begleitpersonen den Großteil des Weges bestreiten sollten (Bild). Nach der Begrüßung durch die Bürgermeisterin wurde die fünfköpfige Jury zunächst mit einer musikunterlegten Dia-Show auf die Landschaft um Zappendorf eingestimmt. Im Raum nebenan waren die Mütter und Kinder der Krabbelgruppe versammelt. Dies bot Gelegenheit, die Jury über das spezielle Zappendorfer Willkommenspaket für Babies und ihre Familien zu informieren (Bild). Camp-Leiterin Diana Voigt gab über den jüngsten Ausbau des Camps Auskunft. Ergänzende Informationen über historische Funde sowie Fauna und Flora im Camp lieferten Martin Feudel und Dr. Arndt vom Naturpark Unteres Saaletal (Bild).

Danach nahm die Jury auf dem offenen Wagen Platz, und die Fahrt begann. Der erste Zwischenstopp erfolgte vor der Fleischerei Mauf. Diese überreichte der Kommission eine „Wegzehrung“ in Form frisch belegter Brötchen und eines „Stärkungstrunks“. Stolz wurde die Urkunde präsentiert, dass die Fleischerei zu den 500 Besten des deutschen Fleischerhandwerks zählt (Bild). Auf dem Weg in den Ortsteil Zappendorf lag auch die Kindertagesstätte. Hier hielt der Wagen kurz an, und eine Kindergruppe stimmte ein fröhliches Lied an (Bild).

Mit der Feuerwehr zu Händels Weinberg

Am Gerätehaus der FFW Zappendorf angekommen, wechselte die Jury in den Mannschaftswagen der Feuerwehr, um zu Händels Weinberg zu gelangen. Den Umstieg nutzte der Ortswehrleiter Mirko Werge zu kompakten Informationen über die Aktivitäten der FFW (Bild). Am Weinberg empfingen Marie Hoffmann vom Höhnstedter Weingut Hoffmann und Hubertus Sommerfeld die Kommission. Sie erläuterten die Wiedererstehung sowie die kulturelle und touristische Bedeutung dieses Orts (Bild). Das schöne Wetter, zahlreiche Vogelstimmen und ein Gläschen Gutedel (Bild) ließen den Weinberg samt Keller in bestem Licht erstrahlen.

Der Rückweg führte zum Anwesen des Agraringenieurs Gert Horn, genauer in die mit LEADER-Mitteln ausgebauten Dachräume seiner Firma Exsemine GmbH. Dort erläuterte er, wie aus dem Agrarprodukt der Großen Klette spezielle Öle und Extrakte für die Kosmetikindustrie hergestellt werden (Bild). Exsemine ist mit diesen Produkten alleiniger Zulieferer für das Weltunternehmen Beiersdorf (Nivea).

Finale in Müllerdorf


Nach der Betriebsbesichtigung stieg die Kommission wieder in den Festzugswagen um. Vor der Gastwirtschaft „Zur Linde“ hatten sich Mitglieder des Karnevalvereins versammelt und brachten im Faschingskostüm elektronisch verstärkt einen lokalen Faschingsschlager zu Gehör (Bild). Nach wenigen weiteren Metern wurde das Landwirtschaftsmuseum erreicht. Hier warteten 60-80 Einwohner, darunter viele Kinder, mit roten Luftballons in der Hand. Die Menschenmenge wurde von der Bürgermeisterin begrüßt, und kurz darauf erhob sich eine Ballonwolke in die Luft (Bild). Im Innenhof des Museums wurde die Kommission mit einem Bratwurstimbiss begrüßt, während die Museumsleiterin Ulrike Dietrich den Museumsbestand und die vielfältigen in den Museumsräumen stattfindenden Aktivitäten erläuterte.

Nach diesem ausführlichen Besichtigungsprogramm wurde der Rückweg zum Jugendcamp schnell zurückgelegt (Bild). Man merkte den Kommissionsmitgliedern an, dass die Besichtigungstour Eindruck hinterlassen hatte. Der Kommissionsvorsitzende Johannes Wesselmann bedankte sich für die vielen Informationen und Eindrücke (Bild). Zugleich gab er bekannt, dass alle Beteiligten sich bis zum 29. August gedulden müssten. Erst an diesem Tag würde das Ergebnis im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ auf einer Veranstaltung verkündet. Bis dahin heißt es also: Warten und die Daumen drücken!
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