Blödes Halbwissen!

Ich habe hier lange nichts veröffentlicht - heute muss ich´s mal wieder tun. Unser Wohnungsbrand wurde ja nun lange genug durch Presse und Radio gezogen - und das ist auch in Ordnung.
Facebook: MZ Weissenfels/Zeitz

Leider werden dann aber in einem Folgeartikel Details berichtet, die nicht der Wahrheit entsprechen. MZ und Polizei schieben sich da gegenseitig den schwarzen Peter zu. Offensichtlich folgte der Erstmeldung durch die MZ auf Facebook eine Pressemitteilung der Polizei, nach der zwei 12- und 13-jährige Kinder mit Feuer gespielt haben. Nun kann jeder mit der Adresse aus Facebook und dem passenden Foto selbst auf die entsprechenden Namen kommen. Die ersten Anfragen landen mittlerweile bei uns, ob eine 13-jährige Gymnasiastin nicht in der Lage ist, mit Feuer umzugehen. Keiner der Angesprochen bei MZ und Polizei waren Willens, die Sache kurzfristig richtigzustellen. Bei ernsthaftem Interesse können wir das allerdings mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde klären. Das liegt uns natürlich fern.

Um das Mädchen wenigstens etwas aus der Schusslinie zu nehmen (einige sind da gnadenlos), versuche ich hier mal kurz, die Tatsachen zu klären:
- bereits vor geraumer Zeit haben wir den Kindern erklärt, was in dem Falle, dass Brandrauch den Rettungsweg "versperrt", zu tun ist: Feuerwehr anrufen, nicht durch den Rauch laufen und auf dem Balkon auf die Feuerwehr warten
- nachdem ihr der 12-jährige Bruder den Qualm gemeldet hat (und auch durch den verrauchten Bereich kam) hat sie was gemacht? - genau: ihren Bruder nicht wieder zurücklaufen lassen (Richtung Ausgang), die Feuerwehr und uns angerufen und sich mit Ihrem Bruder und den beiden Tieren (Hund und Katze) auf dem Balkon in die äußerste Ecke gestellt, weiter um Hilfe gerufen und auf die Feuerwehr gewartet
- sie hat auch dafür gesorgt, dass die Anweisungen der Feuerwehrfrau, die auch auf dem Hof wohnt, befolgt werden
- somit sollte auch klar sein, dass zwei Kinder und zwei Tiere durch meine "Kollegen" der Feuerwehr über die Steckleiter gerettet werden mussten

Wenn das Mädchen schon vor Abschluss der polizeilichen Ermittlungen in die Öffentlichkeit gezogen werden muss, dann doch bitte so:
Sie hat ihrem Bruder und den beiden Tieren das Leben gerettet!

Übrigens waren meine Kameraden der Feuerwehr klasse - mit ganz wenig Löschwasser wurde der Schaden am Gebäude sehr gering gehalten. DANKE! - auch dafür, dass sich viele dieser Feuerwehrmänner am Folgetag zum Aus- und Aufräumen, Putzen, ... wieder bei uns eingefunden haben - so geht Kameradschaft!

Sowas in die Öffentlichkeit zu tragen und Wahrheit zu berichten bzw. ordentlich zu recherchieren, ist offensichtlich nicht wichtig genug.
Wichtig ist an dieser Stelle noch unser riesengroßer Dank an alle weiteren Helfer: Verwandte, Freunde, deren Freunde, Karnevalisten vom ZCV, EDI, Eigentümer des Ersatzquartiers, Vermieter, ... - es waren am Folgetag sooo viel Leute zum Helfen da, was selbst einem wie mir die Tränen in die Augen treibt - meiner Frau sowieso!

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Nachtrag vom 27.06.2017:
Zwischenzeitlich hat die MZ in einem weiteren Artikel die Aussagen entsprechend des derzeitigen Erkenntnisstandes korrigiert. Bei einem Telefonat mit der MZ war ein Bedauern herauszuhören, dass sich allein auf die Falschmeldung der Polizei verlassen wurde.

Familienintern sind wir der Meinung, dass es sich nicht gehört, jemanden ohne gesicherte Erkenntnisse der Brandstiftung zu beschuldigen. Zumindest gilt das für normale Leute. Wonach sich hier die Polizei zu richten hat, bleibt vermutlich, im Gegensatz zur Brandursachenermittlung, ungeklärt. Wir danken jedenfalls für die Korrektur durch die MZ, wodurch das Mädchen nun in einem besseren Licht dasteht.
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