Sehenswertes mit Überraschungen

Innenhof Franziskanerkloster
 
OB Christian Thieme beim Anstich
Zeitz: Zeitz |

Tag des offenen Denkmals in Zeitz

Fest in der alten Mälzerei. Nebenan steppte der Bär

Wer weiß schon noch, dass es bis zur Jahrhundertwende in Zeitz 15 Brauereien gegeben hat?
Das erwähnte Oberbürgermeister Christian Thieme bei der Eröffnung des Mälzereifestes.
Dann schritt er zum Fassanstich. Bis er zu seinem Krug mit frischem Prost sagen konnte brauchte er nur drei Schläge. Sogar trocken blieb der Verwaltungschef bei der Aktion, die von zahlreichen Besucher*innen beklatscht wurde.
Der „Schwarze Bär“ nebenan sah so viele Gäste wohl schon lange nicht mehr. Erstmals 1614 als Gasthof schriftlich erwähnt sollen hier aber schon 100 Jahre zuvor Beherbungen vorgenommen worden sein. „Während des Fürstentages 1537 übernachtete hier neben Herzog Albrecht von Braunschweig-Grubenhagen Landgraf Philipp von Hessen.“ (Quelle: Mitteldeutsche Zeitung).
Heute trieb es viele Gäste hier auch in die spannenden Kellergewölbe.

Wo einst der Reformator Martin Luther predigte

Im Januar 1542 predigte hier Martin Luther. Heute ist die Kirche der Franziskaner Kulturkirche. Soll sie zumindest einmal werden. Nebenan wird nach umfangreicher Sanierung einmal die evangelische Grundschule Zeitz einziehen.
Im kommenden Jahr wird hier Margot Käßmann mit einer Predigt zum Festgottestdienst die Feierlichkeiten des 1050. Stadtjubiläums eröffnen. Zum 475 Mal jährt sich an diesem Tag die Predigt Luthers. Dies ist nur einer von guten Gründen, die künftige intensivere Nutzung dieses Kleinods inmitten der Stadt ernsthaft ins Visier zu nehmen.
Die Gründung des Franziskanerordens ist auf das Jahr 1221 datiert.
Die Franziskaner waren Bettelmönche, denen privater Besitz untersagt war. Ihre Aufgabe waren Gebet, Gottesdienst, Studium und Lehre sowie Hilfe für die Bedürftigen. Im Jahre 1238 wurde der Orden in der Stadt Zeitz in einem Hirtenbrief des Bischofs Engelhard erstmals erwähnt.

Kunst und Industriegeschichte dicht beieinander

Das Lebek-Zentrum im Torhaus von Schloss Moritzburg hat zurecht einen guten Ruf weit über die Stadtgrenzen hinaus. Jedes Jahr werden hier hunderte Kinder und Erwachsene im museumspädagogischen Zentrum in die Kunst des Holzschneidens eingeführt. Und nicht nur das. Mehrmals fanden selbst gefertigte Holzschnitte den Weg in Bücher. Als Illustrationen und kleine eigenständige Kunstwerke.
Zum Tag des offenen Denkmals heute hielt Ulrike Trummer diesen beliebten Service für Besucher*innen bereit.
Auch zu sehen: Frühe Ölbilder von Johannes Lebek, dessen Wirken und Werk hier bewahrt und lebendig gehalten wird.
Zwar kein Programmpunkt zum Denkmaltag aber gleich nebenan – das Deutsche Kinderwagenmuseum. Diese europaweit einzigartige Sammlung an Kinderwagen und Zeitzeugen deutscher Kinderwagenindustrie lohnt den Besuch.
Seit dem 3. September präsentiert sich die Schau in modernem Outfit. Einladend, frisch, informativ und überraschend werden den Besucher_innen die ersten 100 Jahre der Zeitzer Kinderwagenindustrie präsentiert. Diesem ersten Teil „Die Naether-Jahre 1846-1946“ wird 2017 die Geschichte von ZEKIWA folgen.
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