Aus den Tiefen Kloster Posas

Die obere Abdeckung des Brunnens (Foto: Kultur-und Bildungsstätte Kloster Posa e.V.)
Zeitz: Kloster Posa |

Historischer Brunnen auf Posa entdeckt

Es hört nicht auf mit der Neulandentdeckung auf Kloster Posa. Die Neulandentdecker Posa haben bei Gartenarbeiten einen historischen Brunnen entdeckt.

Im südlichen Posaer Hinterhof wurde der Brunnen etwa 50 cm unter der Graßnarbe oberflächig frei gelegt. Eine Tiefe von 30 bis 35 Meter wird geschätzt. Da er aber trocken liegt und mit Bauschutt verfüllt wurde darf eine Tiefe von mindestens 40 Metern angenommen werden. Denn der Fockendorfer Grund liegt topographisch etwa 40 Meter unterhalb. Um an Grundwasser zu gelangen muss der Brunnen diese Tiefe mindestens, vermutlich einige Meter mehr gehabt haben.

Die obere Öffnung des Brunnens sei vor langer Zeit mit einer Ziegelgewölbedecke verschlossen, darauf befinde sich ein Sandsteinpflaster, schreibt Philipp Baumgarten. Der Zugang zum Brunnen sei momentan nur durch ein etwa 10 x 10cm großes Loch gegeben. Der Durchmesser des Brunnens schwanke zwischen 2,5 m und 3,5 m und werde nach unten breiter.

Zum weiteren Fortgang sagt Baumgarten:

"Als eines der einzigen aus der Klosterzeit stammenden Bauwerke, ist der Brunnen ein Symbol der Fruchtbarkeit und des Lebens. Die Mehrdeutigkeit des Brunnens als Motiv spricht Bände. Da so gut wie keine ursprüngliche Bausubstanz des ehemaligen Klosters erhalten ist, liegt uns dieser Fund besonders am Herzen – bezeugt er doch auch baugeschichtlich eine Meisterleistung.

Unser Anliegen ist es, den Brunnen als kulturhistorisches Denkmal wieder sichtbar zu machen und zu erhalten. Damit möchten wir den Ort Posa als auch die Stadt Zeitz touristisch und geschichtlich aufwerten.

Unsere oberste Priorität besteht in der Verkehrssicherung! Daher ist es unser Anliegen, diese „Baustelle“ abzuschließen und keine unnötige Zeit verstreichen zu lassen. Dazu sind wir weiterhin auf Sponsoren und Förderer angewiesen, diesen angestrebten Zustand umzusetzen."


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