Aus der Sichtachse aus dem Sinn? Mahnmal für die Opfer des Faschismus soll angeblich um 30 Meter versetzt werden!

Während einer Gedenkveranstaltung vor dem Mahnmal mit Sicht auf das Rathaus
Zeitz: Mahnmal für die Opfer des Faschismus |

Vertreter der Stadtverwaltung besuchten am 11. September 2013 die Aust & Köckritz Metallrestaurierung GbR in Ortrand bei Pulsnitz, wo gegenwärtig Arbeiten am Zeitzer Denkmal für die Opfer des Faschismus ausgeführt werden.


Auf der Website der Stadt Zeitz wird darüber berichtet.
Weiter heißt es in diesem Beitrag, dass der genaue Zeitpunkt für die Wiederaufstellung des Denkmals noch nicht feststeht. In jedem Fall wird es seinen Platz wieder auf dem Altmarkt finden, allerdings ungefähr 30 m weiter östlich. Soweit die Mitteilung aus der Stadtverwaltung.
Interessant ist das allemal. In einem Schreiben des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt vom 22. November 2010 heißt es eindeutig:

„Eine Versetzung des Denkmals käme für das LDA nur unter bestimmten Umständen in Frage:

- das Denkmal bleibt auf dem Altmarkt
- seine künstlerische Wirkung bleibt ungestört erhalten, d.h.
- der Aufstellungsort ist ebenso prominent wie der jetzige,
- die Aufstellungshöhe bleibt erhalten.


Bei einer Aufstellung 30 m weiter östlich wäre die Sichtachse Rathaus – Denkmal – Gewandhaus nicht mehr gewährleistet. Die „Prominenz des Aufstellungsortes“ wird bei der Festlegung des neuen Standortes sehr großzügig ausgelegt. Liegt überhaupt dafür eine Zustimmung des LDA Sachsen-Anhalt vor?


Der Beitrag der Stadt Zeitz ist nachzulesen unter:
http://www.zeitz.de/de/homepage_de/restaurierung-mahnmal-opfer-des-faschismus-20014711.html
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