Eine echt chaotische Verkehrssituation in Zeitz

Eigentlich könnte ich mich über fast jede Verkehrsentscheidung, die im Zeitzer Zentrum gefällt wird, mörderich aufregen, konnte mich allerdings noch zurückhalten. Aber jetzt muss ich es einmal "vorsichtig" loswerden.

Da es im Moment nur das Thema "OdF-Denkmal auf dem Altmarkt" gibt, fand ich dieser Tage den kleinen Bericht über die Freigabe der Weberstraße für den Gegenverkehr in der Mitteldeutschen Zeitung. Eigentlich ziemlich klein und unauffällig. Und im Grunde ist es mir egal, welche Straße beidseitig befahrbar ist, aber es muss einen Sinn zum Gesamtkonzept geben.

Ich frage mich die ganze Zeit, wie ich als zentrumsnaher Bewohner, wenn ich die Weberstraße in der Gegenrichtung befahre, in die Nähe meiner Wohnung Richtung T.-Mann-Straße komme. Das Verkehrsaufkommen in der Schützenstraße ist m.E. so hoch, dass man wirklich Probleme haben wird, die Schützenstraße zu überqueren.
Im Moment kommt die Autokaravane nur aus der A.-Bebel-Straße sowie Richtung Neumarkt und unter normalen Umständen kommt diese auch noch vom Wendischen Berg.

Und dass es keinen Fußgängerüberweg mehr in der Schützenstraße gibt, finde ich ebenfalls eine unüberlegte Entscheidung.
Die eingerichtete Verkehrsinsel finde ich ziemlich sinnlos, da diese durch die Autofahrer keine Beachtung findet. Ich selbst, gut zu Fuß, habe diese Erfahrung in den letzten Tagen machen müssen. Wie überqueren dann die Schulkinder und die älteren Leute, die mit dem Bus in die Stadt fahren und die Straße ebenfalls überqueren müssen, diese? Als junger Mensch kann man mal einen kurzen Sprint einlegen, aber nicht als gehbehinderter ältere Bürger.
Da kann man nur an die Vernunft der Autofahrer appellieren.

Apropos Wendischer Berg: Wann ist eigentlich angedacht, diese Brücke zu reparieren, damit man den Wendischen Berg wieder beidseitig befahren bzw. in die Freiligrathstraße abbiegen kann? Seit Wochen ist diese Richtung bzw. die Brücke einseitig gesperrt und es sieht leider nicht danach aus, als würde in der nächsten Zeit mit den Arbeiten begonnen werden. Für die Bewohner des Dichter- und Denkerviertels stellt dies einen enormen Umweg und zusätzlichen Zeitaufwand dar und dies nervt gewaltig.

Kreisverkehr hin oder her - schön ist er ja. Aber war nicht die gesamte Verkehrssituation noch vor 3-4 Jahren viel entspannter?
Derzeit muss man Angst haben, dass sich in einer Straße, die man gestern noch befahren hat, morgen schon wieder die Vorfahrtsregeln geändert haben.

Ich finde, die Gelder, welche für den Bau des Kreisverkehrs am Kalktor ausgegeben wurden, hätten auch zur Sanierung mancher schlechten Straße in Zeitz genutzt werden können, wo ich als Beispiel wieder die Schiller- bzw. Tröglitzer Straße angeben muss. Wenn man kein hochpreisiges Auto fährt, machen sich diese Straßen anhand der Reparaturkosten sehr bemerkbar.
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