Etwas vom Entdecken, Hinfallen und Aufstehn: 1) Intro

Johannes Rau spricht auf dem Zeitzer Wilhelm-Külz-Platz (heute Neumarkt) (Foto: Quelle Roland Seidelt, Zeitz)

Mein Weg durch die Neunziger. Eine Art Gedächtnisprotokoll mit Beiträgen zum Projekt "grenzenlos. Wege nach der Wende". Es geht um Arbeit und Leben, um Zeitz und ein Werk und um Politik - jedenfalls um Erlebtes.

1) Intro

Mit der Wende und den Neunzigern verbindet wohl jeder seine eigenen Geschichten. Für die Einen brach eine Welt zusammen, die Anderen erschlossen sich eine neue. Wieder Andere hätten am liebsten beides nicht erlebt.

Ich hatte Glück. Als die Mauer fiel war ich 36, Schlosser und Schweißer im Hydrierwerk in Zeitz, einem Betrieb mit mehr als 4.000 Beschäftigten, wohnte ganz nett im Neubau, hatte eine gesunde Familie mit zwei Kindern, Freunde zum Streiten und lutschte die noch nötige Kraft aus Büchern, Bildern und Musik.
Ich hatte Glück. Seit die Mauer fiel habe ich bis auf kurze unfreiwillige Pausen immer und vor allem gern gearbeitet, ich wohne schön im eigenen Haus, die Familie hielt, die Freunde blieben und noch immer gibt es da Bücher, Bilder, Musik.

Ich hatte also Glück bis heute, da ich 61 bin. Trotzdem war dieser Weg durch die Neunziger einer vom Entdecken, Hinfallen und Aufstehn.
In loser Folge will ich hier in der Gruppe erzählen, wie ich das damals erlebte. Und was das noch heute für mich bedeutet.
So werden Sie lesen, dass "Schwarzmaler und Miesepeter" offenbar beliebter sein können, als sie selbst glaubten, weshalb ein "Radio in der Werkstatt" etwas ganz Besonderes sein kann und wie auf einfache Fragen seltsame Blicke folgen.

Ich freue mich auf die Begegnungen.

Falls Sie mitmachen wollen: hier gehts zur Gruppe
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2 Kommentare
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Reiner Eckel aus Zeitz | 28.11.2014 | 13:35   Melden
MZ - BürgerReporter aus Halle (Saale) | 01.12.2014 | 15:35   Melden
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