Vom Duft blühender Blumengärten hinter dunklen Mauern

Bernard Dumas: Gesang, Gitarre, Akkordeon / Christine Gumann: Violine, Saxophone
Zeitz: Kleiner Rahmen |

Über einen bezaubernden Abend im “Kleinen Rahmen”

“Wir waren Zwanzig, wir waren Einhundert, wir waren Tausend” singt Bernard Dumas in einem der französischen Chansons. Eindringlich erinnernd an düstere Zeiten zwischen den Ländern, deren Flaggen der Chansonier am Jacket trägt an diesem Abend im “Kleinen Rahmen” in Zeitz.

Ein tief bewegender und beeindruckender, ein zugleich bezaubernder und beschwingender Abend. Eben genau so, wie wir das französische Chanson kennen, deren Texte Christine Gumann wohl betont vortrug und die Interpretationen mit Violine und Saxophon begleitete. Ein Abend, nachdenklich machend und doch die Seele wärmend, mit Liedern.

Das Chanson über Anne Frank, die in der Düsternis hinter hohen Mauern den Duft blühender Blumengärten beschrieb. Der kleine Junge, der malend lernen wird, dass nicht die Farbe der Menschen bestimmt, ob sie böse sind oder gut. Und dann die Lieder von Leben, Liebe und Leidenschaft. Solche, die du leise mit summst und jene, die zum lauten Mitsingen einladen.

So, nachdenklich gestimmt, doch die Seelen erwärmt sangen die Gäste am Ende “Gute Nacht Freunde, es ist Zeit für mich zu gehn..”. Und sie gingen, ich jedenfalls ging mit dem Gefühl “wir sind Zwanzig, wir sind Einhundert, wir sind Tausend”. Denn morgen schon werden wir aus deutschen Städten hören, wie eng Nachbarschaft und Feindseligkeit, Liebe und Hass beieinander liegen.

Wie ging doch dieses eine Chanson: wenn wir nichts haben als unsere Liebe, wenn wir nichts haben als unsere Liebe und unser Lied……dann gehört uns die Welt.

Danke an den “Kleinen Rahmen” für die Wärme in der Seele nach diesem schönen Abend.



auf zeitzonline lesen
1
Einem Mitglied gefällt das:
 auf anderen WebseitenSendenMelden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.