Von Clausewitz zu Goethe - Waffen schaffen keinen Frieden

Zeitz: Zeitz | Bei der Suche nach möglichen Ursachen der gegenwärtigen Flüchtlingsströme wie auch der Terroranschläge stößt man auch auf die Überlegungen des preußischen Militärreformers von Clausewitz. Er meinte: „Krieg ist die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln.“ So wäre politischen Absichten geschuldet, was wir derzeit erleben an ungebremster Asylflut oder barbarischen Selbstmordattentaten, wenn man von Clausewitz´ Überlegungen folgt. Was bei den genannten Vorgängen vermeidbar gewesen wäre? Wir werden es nicht mehr erfahren.

Außer Frage steht hingegen, noch vor ca. 25 Jahren wurde die abendländische Welt von klügeren Politikern geführt. Folgt man den seinerzeitigen regierungsnahen öffentlichen Darstellungen, so wußte damals George Bush sen. beim ersten Irakkrieg, daß man sich darauf beschränken muß, Saddam Hussein, den „Diktator“, in seine Schranken zu verweisen. Somit hatte man immerhin erkannt, daß Saddam Hussein unabdingbar war für die Stabilität im Irak. Man war sich bewußt, ohne ihn würde Chaos entstehen. Wohlgemerkt: Hier folgen wir regierungsnahen US-Darstellungen.

Zum Unglück für den Irak – und auch zum Unglück Deutschlands – teilte 12 Jahre später George Bush jun. diese Einsichten seines Vaters nicht. Seine Politik beabsichtigte mit dem Einmarsch der US-geführten „Allianz der Willigen“ die Vernichtung der „Achse des Bösen“. Um Saddam Hussein war es damit geschehen und um die irakische staatliche Stabilität auch.

Die Frage nach den wirklichen politischen Zielen dieser völkerrechtswidrigen Aggression wäre berechtigt. Die Aggressionsfolgen sehen wir täglich in den Nachrichtenmeldungen über Flüchtlingswanderungen. Ein ebenbürtiger „Erfolg“ wurde in Libyen erreicht. Das Land mit einer funktionstüchtigen Infrastruktur und auf dem afrikanischen Kontinent beispielhaften sozialen Verhältnissen wurde zu einem unregierbaren Land zusammengebombt und -geschossen, sein ordnungsgemäß gewählter Präsident wurde ermordet. Und nun ist als nächstes die Zerstörung Syriens voll im Gange – maßgeblich verantwortet von den gleichen Kräften, vor denen vor 25 Jahren die offizielle US-Politik noch warnte. Und geführt von heutigen Kriegern, die sich nun ihre Ziele im ganzen westlichen Europa suchen und dabei Millionen von Flüchtlingen vor sich hertreiben.

Wer ´s noch immer nicht bemerkt hat: hier kommt Goethes „Zauberlehrling“ in ´s Spiel – „... die Geister, die ich rief, werd´ ich nun nicht wieder los ...“ So ist ´s, wenn man Zauberlehrlinge in Machtpositionen wählt und es dann nicht klappt mit dem Zaubern. Ganz zu schweigen von Gewissen und Verantwortungsbewußtsein des Zauberlehrlings.

Hier und da Terroranschläge, andermal bloß „ernsthafte Bedrohungen“ - damit auch wirklich alle mitmachen und niemand merkt, daß Waffengänge nicht die Lösung sind, sondern die Ursache.

An alle Soldaten der Welt:

Ihr kämpft nicht für Frieden und Freiheit, sondern ihr werdet verheizt und mißbraucht für wirtschaftliche Machtpositionen!

Es ist keine Freiheit, überall auf der Welt in Dollar bezahlen zu können!


Gernot Rink, Zeitz
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