Eine Raute rettet die Welt - Gedanken zum G7-Gipfel

Zu Wasser. Zu Lande. In der Luft. In Energie. Wollen die Großen 7 wirklich die Welt retten?

Wetten dass? In 85 Jahren werden sie zum G7-Gipfel mit dem Fahrrad kommen. Denn Merkel hat die Welt decarbonisiert . Die Raute als Weltretterin?

Wir erinnern uns noch gut an jenes Gletscherbild. Frau Merkel in rotem polartauglichen Wetterzeug vor schmilzenden Eisbergen das Klima fest im Blick. “Zieht euch warm an, jetzt wird die Kugel abgekühlt”. Von wegen, bis auf ihren Decarbonisierungshieb vor einigen Wochen, dem brav ein gewisser Gabriel auf dem Fuß folgte ist seither nichts mehr zum Thema zu hören gewesen von der Weltretterin.

Nun also die Raute: zu Wasser, zu Lande, in der Luft, in der Energie. Überall dort, so sagen die G-7-Gipfelstürmer, sollen bis zum Ende diesen Jahrhunderts fossile Energieträger keine Rolle mehr spielen. Erdöl, Erdgas, Kohle – nichts davon braucht man dann noch. In nur 85 Jahren!

Da macht es der Frau und ihren G-7-Barden gar nichts, dass für den LKW-Verkehr in den nächsten 20 Jahren die Verdreifachung des Aufkommens prognostiziert wird. Der Trend des Verkehrs in den Lüften folgt ähnlicher Kurve und auf den Meeren kollidieren hin und wieder Schiffe, weil es eng geworden ist in der Welt.
Es macht auch nichts, dass sich nach dem einstigen politischen Rumtata “von der Straße auf die Schiene” der Trend völlig umgekehrt hat.

Nun also macht sich die 7-er Raute auf, die Welt zu retten. Wie sie dieses Ziel erreichen wollen, darüber ist indes nach G-7 nichts zu lesen.
So bleibt am Ende das schale Gefühl, wieder einmal sei nur Schall und Rauch, was Politik so von sich gibt.

Es könnte auch sein, dass Frau Merkel noch einmal so richtig einen Gipfel stürmen wollte. Ein Rauchzeichen setzen gegen den Rauch, sozusagen. Wie indes sie von diesem Gipfel wieder herunter kommt, wird sie vermutlich aber am Ende nicht mehr wissen müssen. jedenfalls nicht als deutsche Kanzlerin. Lass rauchen dahin.
Denn als deutsche Kanzlerin, so viel ist klar, braucht sie sich an einer Decarbonisierung nicht mehr messen lassen.
Dazu passt gut der Spruch: nach mir die Sintflut. Womöglich hat sie recht.
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