Erneut im Englischen Landschaftspark Cösitz und zusätzlich beim Schortewitzer Großsteingrab „Heidenberg“

Osteingang in den Cösitzer Schlosspark durch das "Weiße Tor"
 
hier soll mit Nr. 32 laut Plan eine Schwarzerle stehen - zum Schwarzärgern, dass ich sie nicht erkenne
Zörbig: Landschaftspark Cösitz | Zwischen dem wiederholten Besuch des Fuhnequellgebietes und des Schlossparkes Ostrau machte ich mich nochmals auf nach Cösitz, diesmal mit dem Plan des Gutsparkes
http://www.mz-buergerreporter.de/zoerbig/lokales/s...
und seiner 33 besonderen Bäume in der Hand. Als Laie fiel es mir schwer ohne Belaubung sie zu erkennen bzw. ihre Besonderheiten zu erkennen. Dafür wurde ich mit Motiven verwöhnt, die man nicht mehr hat, wenn dichtes Laub vieles verdeckt.
Auf dem Rückweg von der Fuhne:
http://www.mz-buergerreporter.de/zehbitz/lokales/v...
betrat ich den Park durch das „Weißen Tor“ und weiter auf dem Hopfenweg. Nahezu alle Wege haben einen Namen. So lustwandelte ich über den Hauptweg vorbei an der Grotte und dem Teichweg auf den Damm der Wallburg. Vom Wallweg ging es weiter über die „Große Runde“ zum Taxodiumweg. Und auf dieser entdeckte ich den Grenzstein, wie in meinem letzten Bilderrätsel. Neben einem weiteren Verbotsstein mit kaum lesbaren Schrift entdeckte ich auch einen mit der deutlichen Aufschrift:

„Verbotener Weg“

Danke Michael H. für Deine Aufklärung. Welch glücklicher Umstand, dass wir heute in den meisten Gartenträumeparks keinen Wegzoll mehr entrichten müssen.
Über den Ahornweg und den Eichenweg (und es gibt noch weitere) gelangte ich wieder zum Startpunkt.
Ich habe mir fest vorgenommen dieses wohl noch vielen unbekannte Kleinod über den Verlauf des Jahres wiederholt zu erkunden; vielleicht wieder in Kombination mit dem nahe gelegenen Ostrauer Park und seiner in „monumentaltrees.com“ erfassten 13 monumentaler Bäumen.
Auch ist der Park von vielen Entwässerungskanälen des ehemaligen Sumpfgebietes (wie überhaupt die ganze Fuhneaue) durchzogen, über die kleine hölzerne Brücken führen
Allein in Cösitz gib es außer dem Park noch mehr zu erkunden.
Über dem Eingang am Turmportal kann man Lesen: “Erbaut 1891 von Hubert Freiherr von dem Bussche-Lohe und Jeannette von Wuthenau”.
Das Schloss soll sicherlich einmal wunderschön gewesen sein. Romantisch, verspielt und mit seinen holzgetäfelten Decken sicher sehr gemütlich. Für ein noch 2005 geplantes Objekt zur Umwandlung von Schloss Cösitz in ein generationsübergreifendes Wohnprojekt soll es leider nie einen Abschluss der Arbeiten gegeben haben! Zumindest wurde das Schloss äußerlich teilweise mit einem neuen Anstrich versehen und bekam ein neues Dach.
Was ich noch etwas genauer unter die Lupe nehmen möchte ist die

Cösitzer Wallburg.

Die Überreste dieser sorbischen Wallburg, die bereits um das Jahr 750 an Stelle des heutigen Cösitz gestanden haben könnte, sind noch immer als ausgeprägte, bis zu 5 Meter hohe Wallanlage rund um den Gutshof erkennbar. In Mitteldeutschland zählt die Cösitzer Wallanlage zu den mächtigsten erhaltenen Anlagen ihrer Art. Möglicherweise kann diese slawische Sumpfburg. mit der so genannten „Kesigesburg“ in Verbindung gebracht werden (Forschungen dazu laufen).
Auch der im Jahr 1522 erbauten Kirche in Cösitz möchte ich noch einen Besuch abstatten. Zuvor gab es im Ort eine kleine Kapelle, die möglicherweise die um 1300 gegossene Glocke, welche noch heute im Kirchturm hängt, bereits besaß. Der gotische Flügelaltar wird auf die Zeit um 1480 datiert.
Quelle:
http://www.koethener-land.de/coesitz/
Aber zwischen beiden Orten gibt es noch weitere Sehenswürdigkeiten (wenn man sich die Mühe macht, etwas zu recherchieren)
So machte ich anschließend noch einen Zwischenstopp in

Schortewitz am Großsteingrab „Heidenberg“,

welches zu einer der südlichsten Anlagen dieses Typs zählt.
Das so genannte Ganggrab diente während des ausgehenden 4. und beginnenden 3. Jahrtausends als kollektive Grabstätte. Im Gegensatz zu den hiesigen Vorgängerkulturen bestatteten die Angehörigen der jüngeren Trichterbecherkultur ihre Toten nicht in Einzelgräbern, sondern Grabkammern, welche mitunter über mehrere Generationen hinweg begehbar waren. Das Schortewitzer Heidengrab war ursprünglich von einem Erdhügel bedeckt und wurde 1913 unter der Leitung von Walter Götze freigelegt. Heute können die steinernen Reste der Kammer besichtigt werden und für jeden Steinzeitfan gehört dieses Denkmal sicherlich zu den Highlights der Region.
Quelle: http://agisa.de/busexkursion-zu-grabhuegeln-grosss...

Ich merke immer mehr, es gibt noch vieles zu erkunden in unserer schönen näheren Heimat.

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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Zeitung | Erschienen am 11.04.2017
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Brunhild Schmalfuß aus Halle (Saale) | 07.03.2017 | 17:24   Melden
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Christine Schwarzer aus Dessau-Roßlau | 07.03.2017 | 18:16   Melden
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Lothar Wobst aus Bitterfeld-Wolfen | 07.03.2017 | 19:34   Melden
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