Alles für den König…

August der Starke mit seiner Mätresse, der Reichsgräfin von Cosel, geben sich die Ehre.
 
Schon sehnsüchtig erwartet von Baron von Ende mit Gattin - und natürlich Cheforganisatorin Gudrun Dietsch
Altjeßnitz: Barocker Gartentag | …erklärt Hans Freiherr Baron von Ende (Bernd Schwabe) zu seinem barocken Gartentag in Park und Irrgarten zu Altjeßnitz

Gemeint ist August der Starke,

ab 1694 Kurfürst und Herzog von Sachsen sowie ab 1697 in Personalunion August II. und König von Polen-Litauen (Traditionsvereins Dresdner Barock e.V.).
Ich will noch einmal im Überblick zu diesem Gartenfest berichten.
Ein kurzes Video mit vertonter Handlung sagt mehr als tausend Worte – deshalb werde ich auch am Ende des Artikels gleich mehrere kurze Szenen verlinken. Alles andere als professionell sagen sie doch einiges.

Viele der über 1150 Gäste waren etwas weiter angereist; ich sah Autokennzeichen von Halle, Leipzig, Dessau und sogar Berlin.
Wie wohl fast immer bei gleichartigen Veranstaltungen waren von der Altersgruppe 10 bis 50 trotz des sehr vielfältigen Programms nur wenige Gäste im Park.
Im Umkehrschluss. Unter den rund 12.500 Gästen des Spring Break Festivals die Pfingsten wieder auf dem Campingplatz auf der Halbinsel Pouch sich austobten, werde ich nie zu sehen sein.

Seit wohl 15 Jahren findet Anfang Juli nun schon das barocke Irrgartenfest statt. Ohne das wahnsinnige Engagement von Ortsbürgermeisterin und Cheforganisatorin Gudrun Dietsch und ihren fleißigen Vereinsmitgliedern sowie den über viele Jahre beteiligten Vereinen und Künstlern, wäre das undenkbar.

Ich wir nachfolgend einige vorstellen und teils auf ihre Homepage verweisen.

Wie jedes Jahr lud der Baron von Ende, dargestellt vom Bernd Schwabe und seiner Frau Regina Schwabe (beide vom Traditionsverein Dresdner Barock e. V.) die höfische Gesellschaft in seinen Park ein - allen voran natürlich seine Majestät der König und Gräfin Cosel.
Die Damen und Herren in ihren prunkvollen Roben kamen aus verschiedenen Vereinen aus Dresden, Potsdam, Dessau-Zerbst und natürlich auch aus Altjeßnitz.

Gleichfalls war auch das gemeine Volk in Tagesbekleidung zugelassen, .
Für alle Frauen spendierte der Baron sogar zur Begrüßung ein Glas Sekt.

Nachdem man sich an den festlich geschmückten Tischen - die wieder nicht für alle reichten (mit Blumenschmuck, weißen Leinentischdecken, Porzellangeschirr, Sitzkissen für alle) an den 80 vom Verein gebackenen Kuchen und anderen Leckereien gestärkt hatte, blieb zwischen einzelnen Darbietungen auf der Bühne genügend Zeit durch den Park zu flanieren, vorbei an Verkaufsständen oder den überdimensionalen einzigartigen historischen Holzspiele (von adligen Herrschaften persönlich betreut).
Verstreut über das ganze Parkgelände waren auch allerhand lustige Personen, Fabelwesen und preußische Soldaten zu bestaunen.

Das Bühnenprogramm

startete wie viele Jahre zuvor mit Eröffnungstänzen durch das Potsdamer Barocktanz-Ensemble"Les danseurs de Sans, Souci" (Es widmet sich seit vielen Jahren der Rekonstruktion und Aufführung von historischen Gesellschaftstänzen des 17. und 18. Jahrhunderts) und dem „Dresdner Barock - und Tanztheater” ein Ensemble, das Geschichten am Sächsischen Hofe in der Zeit zwischen 1704 und 1714 darstellt (Also der Zeit, in der August der Starke sehr mit seiner Mätresse, der Reichsgräfin von Cosel befasst war).
Siehehttp://barocktanz-sanssouci.de/ und http://www.dresdner-barock.de/

Die beiden Artisten von Inflammati (wegen der Trockenheit natürlich ohne ihre sagenhaften Feuershows) bezogen sogar Zuschauer ein. Später sah man sie auf hohen Stelzen auf dem Parkgelände.

Andreas Zschüntzsch, ein leidenschaftliche Falkner aus Bad Düben brachte wieder seinen Uhu Udo mit nach Altjeßnitz und wusste viel Interessantes zu erzählen.
Auf einer großen Wiese ließ er seinen jungen pakistanische Sakerfalke, Jagt auf eine Vogelattrappe machen
Zur Belohnung gab es echtes Fleisch: ein Tagesküken. Warum das? Weil Falken kein Knäckebrot mögen entgegnete der Falkner.

Die Soldaten des Preußischen Regimentes von Hülsen No 21 (Nordharzer Altertumsgesellschaft e.V. Thale mit Heinz Behrens) schossen zu Ehren des Königs zwischendurch immer wieder Salut.

Für mich war 18 Uhr das

klassische Konzert in der kleinen Feldsteinkirche

der absolute Höhepunkt. Ohne rechtzeitiges Kommen hätten wir keinen Platz bekommen und hätten wie andere vor der Kirche lauschen müssen. Nun schon zum wiederholten Male begeisterte die in Budapest geborene Myra van Campen-Bálint an der Violine und Christian Hammer am Klavier die Zuhörer.

Über das Abendkonzert mit dem Mitteldeutschen Salonorchester hatte ich schon berichtet.

Nun die Links zur Veranschaulichung der Festatmosphäre (ich will auch versuchen mich danach bei der Auswahl aus 250 Fotos etwas zu beschränken):

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1 Kommentar
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Manfred Wittenberg aus Nebra (Unstrut) | 13.07.2018 | 16:26   Melden
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