ZU BESUCH - rund um die die BURGRUINE ARNSTEIN Teil 1

Kirschblüte am Arnstein
Harkerode: Arnstein | Bereits in meiner Kindheit war es für mich ein Erlebnis und zugleich eine Herausforderung, von meiner Heimatstadt Aschersleben aus, zu Fuß durch das Einetal, bis zum Arnstein zu gehen. Durch das Einetal ging es über Westdorf und Welbsleben bis nach Harkerode. In dem,Gartenbereich, der  Gaststätte "Zur Erholung" machten wir stets Pause. Durch eine Schlupftür im Gartenzaun der Gasstätte ging es über einen, nicht mehr vorhandenen, Trampelweg hinauf zu den, auf einen Bergplateau verteilten, Ruinen der Burg Arnstein. In den letzten  7 Jahrzehnten hat sich dort oben nicht wesentliches verändert. Von den in den 50 - er Jahren noch vorhandenen Bauernhof ist nichts mehr erkennbar.  Die  beiden leerstehenden Gebäuden, die in den 70 - er Jahren dort oben errichtet wurden, sind bereits dem Verfall ausgesetzt. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Arnstein im Jahre 1156 (nach anderen Quellen 1140). Ein Edelherr Walter II aus Schwaben gilt als der Erbauer dieser, hoch über dem Einetal errichteten, Festungsanlage. In der Folgezeit wechselten mehrmals die Besitzer der Burg Arnstein. Interessanterweise war die Burg auch einst im Besitz (1335) der als Raubgrafen bekannten Grafen vom Regenstein (Blankenburg). Von 1387 bis 1678 gehörte der Arnstein den Grafen von Mansfeld. Um 1536 wurde die Burg zu einer Wohnburg ausgebaut. Sie wurde damals auch als Schloss Arnstein bezeichnet. Seit dem Jahre 1637, also im 30 - jährigen Krieg,  ist die Burg nicht mehr bewohnt. Seitdem wurden an der  Burg keine  notwendigen Erhaltungsmaßnahmen  mehr ausgeführt. Sie wurde sich also selbst überlassen und verkam über die Jahrhunderte zu einer Ruine. 1678 wurde die Herrschaft Arnstein mit Ausnahme der Burg Arnstein an die Familie von Knigge verpfändet, Im Jahre 1813 kam endgültig die Herrschaft, einschließlich der, bereits  schon stark zerfallene Burg, in den Besitz der Familie der Freiherren von Knigge. Um 1700 wurde mit dem Bau eines Schlosses unterhalb der Burg Arnstein in Harkerode begonnen. Bis 1945 war der Arnstein und die umgebende Ländereien im Besitz der Familie von Knigge. In dieser Zeit ließen sie sich  gleich zwei Mausoleen bauen, Im Auftrag der Familie von Knigge konnte, nach den Plänen des Berliner Architekten Friedrich Schinkel, 1832 die Harkeröder Kirche St. Johannes  errichtet werden. Der Arnstein befindet sich seit 1945 im Besitz der Gemeinde Harkerode.  Der Heimatverein Harkerode kümmert sich um den Erhalt des Arnsteins. So wurde es, durch den Ersatz der defekten Wendeltreppe, wieder möglich das Obergeschoß zu betreten. Die Reparatur der, durch Frostschäden, defekten Ringmauer(2010) war sicherlich ein großer Kraftakt für den Heimatverein. Alljährlich werden durch den Heimatverein Veranstaltungen auf dem Arnstein  durchgeführt. Der 2. Teil meines Bildberichtes wird vom Schloss, den Mausoleen, der Kirche und der nächsten Umgebung  der Burgruine Arnstein handeln.
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