Zu BESUCH in der Wallfahrtskirche in Marienschein - Bohosuduv Teil 1

Wallfahrtskirche mit umlaufenden Kreuzgang
Dubí (Tschechische Republik): Marienschein | Die Wallfahrtskirche mit den Namen "Schmerzhafte Gottesmutter Maria" befindet sich in Nordböhmen auf tschechischen Gebiet unweit der deutsch/tschechischen Grenze. Bohosuduv ist ein Ortsteil von Krupka (Graupen). Seit 1919 gehörten die Sudeten und damit auch  Graupen zur Tschechoslowakei. Im Jahre 1930 betrug der Anteil der Sudetendeutschen in Graupen an der dortigen Gesamtbevölkerung fast 90 %. Bereits im Jahre 1425 wurde hier eine Holzkirche errichtet. Der Bau der jetzigen Barockkirche erfolgte, an der gleichen Stelle, wie einst  die Holzkirche,  von 1701 bis 1706 durch die italienische Baumeister J. und O. Broggios. Die Kirche ist eine einschiffige Langkirche. An den Längsseiten des Kirchenschiffes sind je 3 Kapellen  eingebaut. Die katholische Kirche wurde im Jahre 1925 anlässlich des 500 - jährigen Bestehens vom Papst Pius XI  zu einer  Basilika minor erhoben. Das  Kircheninnere wird durch den prächtigen Säulenbaldachin  und den 6 Kapellen und den dazugehörigen Altären  bestimmt. Als Vorbild für den Hauptaltar diente der Altar im Petersdom in Rom. Allein für die Herstellung  dieses Altars brauchte der Tiroler Künstler Franz Dollinger 10 Jahre (1704 - 1714). Die Basilika ist von einem  ovalen umlaufenden Kreuzgang umschlossen. In dem Kreuzgang sind wiederum 7 Kapellen eingebaut  Der Kreuzgang wurde bereits vor dem Bau der Basilika in den Jahren 1584 - 1590 errichtet. 37 Fresken stellen Szenen aus dem kirchlichem Leben dar. Leider ist der Zustand dieses Kreuzganges einschließlich der Fresken stark renovierungsbedürftig. Dies trifft zum Teil auch auf die Basilika selbst zu.  Zu der Basilika gehört auch ein Konvent (Gebäude des Jesuiten Klosters). Ein bischöfliches Gymnasium war Bestandteil des Klosters. Während der deutschen Besetzung war hier bis 1945 eine Polizeischule untergebracht. Nach 1950 diente der ganze Kirchenkomplex als Internierungslager für tschechische Jesuiten. Von 1968 bis 1991 war das, von der tschechischen Armee bereits zur Kaserne umfunktionierte, Gymnasium von der sowjetischen Armee belegt. Erst im Jahre 1993 konnte das Gymnasium  seinen Schulbetrieb wieder aufnehmen. Jahrhundertelang war die Wallfahrtskirche, bis 1945, das Ziel von Tausenden Pilgern. Nach der politischen Wende in der Tschechoslowakei ist die Pilgertradition wieder aufgelebt. Aufgrund des vielen Bildmaterials, das bei meinem letzten Besuch entstanden sind, werde ich ein Teil der Bilder in 2 Bilderserien veröffentlichen.
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