ZU BESUCH im Naturschutzgebiet "Georgenfelder Hochmoor"

Georgenfelder Hochmoor mit dem Sendemast Lugstein
Altenberg: Georgenfeld | Das Georgenfelder Hochmoor befindet sich unmittelbar an der tschechischen Grenze im Osterzgebirge. Das Hochmoor hat insgesamt eine Größe von 120 ha. Davon befinden sich   auf der tschechischen Seite 108 ha. Dieses Hochmoor entstand vor 10.000 Jahren. Sie werden auch Regenmoore genannt, da als Voraussetzung für die Entstehung eines Hochmoores die  Regenmenge größer, als die durch Verdunstung und den Abfluss verloren gehende  Regenmenge, sein muss. Durch die Torfmoormoose, die bei großem Wasserangebot unbegrenzt in die Höhe wachsen, sterben unterhalb der Torfmoormoose anderen Pflanzen, infolge des Sauerstoffmangel und des entstehenden hohen Säuregehalt, ab. Dadurch hat  sich im Laufe der Jahrtausenden eine mächtige Torfschicht gebildet.  Viele Pflanzen haben sich an der Oberfläche des Moores angesiedelt, wie Heidelbeeren, Preiselbeeren, Heidekraut und neben den Zwergbirken vor allem die weit verbreiteten Moorkiefern. Der Torf wurde früher zu Heizzwecken abgebaut. Viele ältere Leser werden sich daran erinnern, dass es nach dem II. Weltkrieg neben den Lebensmittelkarten u.a. auch Kohlenkarten gab. Mit diesen Kohlenkarten konnte man zum Heizen Torf kaufen. Durch das gesamte Hochmoor befindet sich, auf deutschen Gebiet, ein durchgehend verlegter Lattenlaufsteg. Etwa in der Mitte der Strecke ist zusätzlich eine Aussichtsbrücke vorhanden. Von hier hat man einen schönen Überblick über das gesamte Hochmoor. Ein Hochmoor ist nicht von der Höhenlage abhängig, sondern ist der Tatsache geschuldet, dass das Moor, durch den etwa 1 mm pro Jahr  nachwachsenden Torf, immer weiter nach oben wächst. 
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