Schulenberg - Schalke - Festenburg - Schalker Teich

Okertalsperre mit den beiden Straßenbrücken von Schulenberg aus gesehen
 
am Heidestieg
Clausthal-Zellerfeld: Schulenberg | Die Wanderung des Harzklub Quedlinburg begann in Schulenberg im Oberharz. Da das Schicksal des kleinen Harzortes unmittelbar mit der Okertalsperre verbunden ist, möchte ich kurz darauf eingehen. Seit dem 16. Jahrhundert war der Ort eine Bergarbeitersiedlung. Nachdem im Jahre 1904  der Bergbau in dieser Region aufgegeben wurde - hier wurden Silber, Kupfer und Blei abgebaut -  verwandelte sich der Ort in eine Waldarbeitersiedlung. Der Ort Schulenberg lag bis 1954 im  Okertal im sogenannten Weißwassertal. Jeweils im Frühjahr wurde aus dem kleinen Harzflüsschen, zur Schneeschmelze, ein reißender Strom der oft zu Überschwemmungen führte. Um dieses Problem zu lösen wurde schon frühzeitig über den Bau einer Talsperre nachgedacht. Bereits im Jahre 1928 wurde ein Baustopp über den Ort Schulenburg verhängt. Seit 1936, mit Unterbrechung während des II. Weltkrieges wurde an der 75 m hohen  Talsperre  bis 1956.gebaut. Sie hat ein Stauvermögen von 47 Millionen m³ Wasser (Rappbodetalsperre 109 Millionen m³). Am 29.08.1954 erfolgte, unter großer Medienbeteiligung, der offizielle Umzug der Bewohner aus dem alten Schulenberg  in den, etwa 60 m höher auf dem Wiesenberg errichteten, neuen Ort Schulenberg. Nach den symbolischen Auszug wurde das alte Schulenberg bis auf die Grundmauern abgerissen.  Mit dem Umzug verwandelte sich die Waldarbeitersiedlung in einen modernen, vom Tourismus geprägten Ort. In der nahen Okertalsperre ist Wassersport, wie schwimmen, segeln usw. erlaubt. Ein Ausflugsschiff der Okersee - Schifffahrt GmbH ist, außer dem Winterhalbjahr, ständig im Einsatz. Es erübrigt sich von selbst von den vielen Wander- und Wintersportmöglichkeiten rund um Schulenberg  zu berichten.
Schalkenburg - Festenburg - Lochstein - Schalker Teich
Vom Parkplatz in der Tannenhöhe begann, unter Leitung des Wanderführers Manfred Böhm, diese Wanderung. Entlang einer trimm dich pfadstrecke gelangten wir zu einer Köte. Köten waren früher die Unterkünfte der Köhler direkt neben den Kohlenmeilern mitten im Wald. Von hier aus ging es auf dem Heidestieg, fast immer bergauf, bis zu einem Berggipfel, der Schalke, weiter. Hier befindet sich neben einer Schutzhütte ein Aussichtsturm. Von dem Aussichtsturm kann man u.a. gut den  Brocken beobachten. Leider war bei dieser Wanderung die Fernsicht etwas eingeschränkt. Nach einer Pause auf der Schalke wanderten wir hinunter zur Festenburg. Hier kamen wir auch an Wassergräben, die zum Oberharzer Wasserregal gehören, vorbei. Ein besonderen Stein, den sogenannten Lochstein, fand unsere  Aufmerksamkeit. Die 4 noch vorhandenen Lochsteine dienten zur Abgrenzung, der bis 400 m tiefen Bleiglanzgruben. Der Ort Festenburg selbst besteht nur aus wenigen Gebäuden. Eine Gaststätte und ein Hotel laden hier zum Verweilen ein. Wir aber wanderten  über einen steilen Pfad  weiter hinunter bis zum Unteren Schalkenteich  Dieser Teich stammt aus dem 18. Jahrhundert. Er wurde für die Versorgung der Bergwerke mit Wasserkraft angelegt. Am Teich legten wir nochmals eine  Essenspause ein. So gestärkt konnten wir uns auf die letzte Etappe dieser Wanderung begeben. Nach ca. 14 km erreichten wir, nach mehreren bergauf und bergab Strecken, wieder den Parkplatz in Schulenberg. Ein schön angelegter Stein - und Skulpturenpfad  führte uns direkt bis zum Parkplatz  Für die wieder sehr interessante Wanderung möchte ich mich bei unseren Wanderleiter bedanken. 
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