Altes Haus und neues Leben

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Werbemarke der Firma
Aschersleben: Firma Drosihn(ehemals) | Wieder wurde in unserer Stadt ein historisches Haus einer neuen Nutzung zugeführt,
die Mitteldeutsche Zeitung berichtete darüber.

Die Lindenstraße in unserer Stadt wird geprägt von einigen Villen, die einst bedeutende Bürger erbaut haben und auch ihre Firmen dort ansiedelten.
Einst war unsere Heimatstadt auch Sitz einiger wichtiger Samenzuchtbetriebe.
Das trockene milde Klima im Regenschatten des Harzes machte das gut möglich.

Übrigens erklären die Heimatforscher den Namen "Möhrenköppe" für die Bürger unserer Stadt. auch aus dieser Tatsache. Es sollen die Köpfe (Dolden) mit den Samen der Möhren sein, die sich im zweiten Jahr nach der Aussaat entwickeln.

Ein schönes Beispiel einer erfolgreichen Restaurierung und Nutzung ist die

Drosihn´sche Villa

in genannter Straße Nummer 36 und der einstige Saatgutbetrieb der Familie Nummer 34.
Das IWK Institut für die Weiterbildung in der Krankenpflege hat sich ein neues Domizil geschaffen.

Das IWK am Staort Aschersleben

Erbaut wurde die Villa von der Familie Drosihn. Sie waren erfolgreiche Samenzüchter. Der letzte Besitzer war Hans-Joachim Drosihn und er wurde selbst noch im Haus.geboren.  1948 wurde die Familie enteignet und sie ging nach Münster.

Mit diesem Namen  verbindet sich eine sehr lange Tradition in unserer Heimatstadt. Bereits 1115 wurde vom einem Drosihn berichtet. Er soll an der Schlacht am Welfesholz beteiligt gewesen sein.
Aber verbürgt ist der erste 1426 als Henning Drosihn. Er war damals Ratsherr und Bürgermeister unserer Stadt.

Hans-Joachim hatte sich nach seiner Pensionierung die Aufgabe gestellt, alle Drosihns in einen Stammbaum zu integrieren. Er berichtete von mühevoller Arbeit, zunächst durchforstete er alle Telefonbücher. In der Bundesrepublik war das recht erfolgreich, aber in der ehemaligen DDR? Da gab es zu wenige Familien mit einem Anschluß. Fündig wurde er aber in den alten Kirchenbüchern, im Standesamt und im Archiv unserer Stadt. Und er nahm Kontakt auf zu den Namensträgern. So erreichte auch ein Brief meinen Vater, mit der Bitte um Auflistung der Ahnen. 

Ende der 80er Jahre hatte Drosihn 14 Generationen aufgespürt. Und für alle war der Stammvater

Henning Drosihn

.

Andrea,Tochter des Hans Joachim weilte nun  in Aschersleben. Gemeinsam besuchten wir die alte Villa. Natürlich war sie sehr erfreut zu sehen, wie das Anwesen in neuer Schönheit erstrahlt.
Bei einer kleinen Stadtführung kamen wir auch zum Kunzebrunnen und zur Villa des Seifenfabrikanten Kunze (heute Altenheim in der Hohen Straße).
Ein Drosihn war verheiratet mit Berta Kunze. Und so ist auch dieses Haus für Frau Drosihn ein Stück Familiengeschichte.
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Mitteldeutsche Zeitung | Erschienen am 19.05.2018
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2 Kommentare
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Ralf Springer aus Aschersleben | 20.03.2018 | 23:12   Melden
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Ingolf Helbig aus Aschersleben | 28.03.2018 | 12:37   Melden
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