Alfred Hitchcock lässt wohl grüßen?

Trügerische Stille im Schlosspark Pretzsch
Bad Schmiedeberg: Schlosspark Pretzsch | Am letzten Wochenende waren wir mit unserem Sandersdorfer Musikverein zum jährlichen Übungslager im KIEZ am Friedrichsee.
Während am Samstagvormittag alle Musiker fleißig probten, fuhr ich vor unserer Mitgliederversammlung mal schnell noch nach Pretzsch. Der Ort blickt auf eine über 1000-jährige Geschichte zurück. Stadt und Schloss liegen, von Hochwasserschutzdeichen umgeben, am westlichen Elbufer.

Anlass meines Kurzbesuches war folgender:
Seit Oktober 2017 ist der Schlosspark in Pretzsch erneut in das Netzwerk "Gartenträume" aufgenommen worden und gehört somit zu den schönsten 50 historischen Parks und Gärten in Sachsen-Anhalt.
Er wurde als barocker Lustgarten zu Beginn des 18. Jahrhunderts angelegt. Später wurde die Anlage landschaftlich überformt.
Dieses Jahr und ggf. auch 2019, finden umfangreiche Sanierungsmaßnahmen statt, die die Zugänglichkeit der Anlage einschränken, doch wir spürten davon noch nichts.

Wir starteten unseren Rundgang am Schlosss, jetzt als Sonderschule genutzt. Aber auch ein Museum und ein Cafe gibt es hier.
In der "Adolf – Reichwein - Schule - Schloss Pretzsch" werden seit 1960 Kinder und Jugendliche unterrichtet. Seit 1992 ist diese Schule eine Sonderschule mit Ausgleichsklassen.

Entgegen der Wettervorhersage blieb es wenigstens trocken. Vielleicht gerade wegen des düsteren Himmels und der unbelaubten Bäume strahlte der Park eine dämonenhafte Atmosphäre aus. Dazu kam noch ein mörderischer Radau, den wir schon von unserem Parkplatz außerhalb der Stadt hörten.
Nicht so mörderisch wie im Hitchcockfilm „Die Vögel“ schwirrten ohne Unterbrechung lautstark Duzende Krähen von Baum zu Baum.
Mein folgenderVideoclip beweist es.

Weil wohl zu Beginn des 18. Jahrhunderts als barocker Lustgarten angelegt findet man im Park zwar keine monumentalen Bäume, aber durchaus mehrere bemerkenswerte. Mit etwas Phantasie entdeckt man an ihnen  durchaus verschiedene Gruselgestalten.

Nach dem Blattaustrieb bis zum Blätterfall ist der Park sicher reizvoller. Dann werden wir uns auch das Renaissance-Schloss *) und andere sehenswerte Dinge in Pretzsch näher ansehen.
Dann lohnt sich auch ein Blick vom Elbufer und/oder der Gierfähre.

*) Die sächsische Kurfürstin und polnische Königin Christiane Eberhardine (1671-1727) erhielt Schloss Pretzsch von ihrem Ehemann August dem Starken (1670-1733) als Geschenk zur Geburt des ersten Sohnes und wählte es bis zu ihrem mysteriösen vorzeitigen Tod zu ihrem ständigen Wohnsitz.
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6 Kommentare
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Gerlinde Klemm aus Halle (Saale) | 15.03.2018 | 09:00   Melden
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Wolfgang Erler aus Sandersdorf-Brehna | 15.03.2018 | 09:07   Melden
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Christa Mecke aus Thale | 15.03.2018 | 09:19   Melden
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Siegfried Behrens aus Halberstadt | 15.03.2018 | 09:20   Melden
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Manfred Wittenberg aus Nebra (Unstrut) | 15.03.2018 | 09:44   Melden
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Wolfgang Erler aus Sandersdorf-Brehna | 16.03.2018 | 10:51   Melden
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