Die Wanderung nach dem Sturmtief Friederike

Bad Suderode am Parkhaus
Bad Suderode: Kaltes Tal | 36 Stunden nach dem Sturmtief Friederike begann die Wanderung des Harzklub Quedlinburg in Bad Suderode. Bei schönstem Winterwetter wanderten wir vom Parkhaus Bad Suderode zum Kurpark. Hier konnten wir uns an dem schönem schneebedeckten Kurpark erfreuen. Entlang des Quarmbachs, dessen Quellgebiet sich im Naturschutzgebiet Rambergmoor befindet, wanderten wir im Kaltem Tal immer bergauf in Richtung Friedrichsbrunn. An der verschlossenen Lessing - Höhle legten wir einen kurzen Stopp ein. Etwas später kamen wir an der Schutzhütte Kaltes Tal vorbei. Gegenüber befindet sich, unterhalb des kleinem Teiches, ein Wasserrad. Durch den größeren Wasserzulauf des Quarmbaches floss das Wasser durch die erhöhte Fließgeschwindigkeit über das oberschächtige Wasserrad hinaus, sodass sich das Wasserrad kaum noch drehte. Weiter oberhalb  hatte sich der Quarmbach ein neues Flussbett gesucht und das war leider ausgerechnet unser Wanderweg! Nach der Überwindung der Wasserhindernisse, kamen wir mit den ersten Auswirkungen des Sturms in Berührung. Unzählige, meist große Fichten lagen, wie Streichhölzer zerstreut, im ganzem Kaltem Tal. Je höher wir kamen, um so größer wurden die Sturmschäden. Es war schon sehr traurig die Hinterlassenschaft dieses Sturms ansehen zu müssen. Unser Weg, den Grenzparallelweg, mussten wir teilweise verlassen, da es unmöglich war, die vielen umgestürzten Bäume zu überwinden. Mit vereinten Kräften gelang es uns aber auch einige der querliegenden Bäume zu überklettern. Durch die Sturmschäden war es nicht möglich, den geplanten Weg zur Schutzhütte Bormanns Wiese, zu nehmen. Dadurch mussten wir uns bis zum Butterweg auf dem Grenzparallelweg, vorwärts kämpfen. Nach der Überquerung der Brinkstraße (Chaussee) kamen wir am Wanderparkplatz auf der anderen Talseite an. Von hier gelangten wir auf den Rotem Steiger, einer ehemaligen Heerstraße, die hinunter nach Bad Suderode  führt. Auf dieser Strecke waren die Sturmschäden glücklicherweise bedeutend geringer. Nachdem wir nun endlich an der Schutzhütte Bormanns Wiese angekommen waren, nahmen wir hier unser verspätetes Mittagessen ein. Anschließend verließen wir den Roten Steiger um zur Viktorsklippe und den preußischen Saalsteinen zu gelangen. Entlang des Franzosengraben ging es hinunter zur Paracelsius Klinik. Unser letztes Ziel auf dieser Wanderung war der Tempelberg. Von dort oben hatten wir eine schöne Aussicht auf Bad Suderode und das Harzvorland. Viele Juden, die anfangs des 20. Jahrhunderts in Bad Suderode zur Kur weilten, nutzten diesen Aussichtspunkt für ihren Gottesdienst. Dadurch kam es zur Namensbildung dieser Aussichtsstelle. Nach ca. 16 km kamen wir glücklich, aber auch erschöpft, am Parkhaus wieder an. Unsere Anstrengungen wurden aber, durch die teilweise wunderschöne Winterlandschaft, mehr als entschädigt. Mein Dank geht an unserem Wanderführer, Manfred Böhm, der uns auf dieser, teilweise recht schwierigen, Wanderung mit viel Umsicht führte. 
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2 Kommentare
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Wolfgang Erler aus Sandersdorf-Brehna | 23.01.2018 | 19:54   Melden
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Gisela Ewe aus Aschersleben | 31.01.2018 | 21:24   Melden
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