Quer über die Rappdobetalsperre

Elbingerode (Wendefurth): Hängebrücke im Oberharz | Erfahrung an der Hängebrücke



Gestern nutzte ich den wahrscheinlich letzten Tag des Endlossommers für einen kleinen Ausflug in den Harz. Das Wetter war schön und mit 20 Grad sehr angenehm. Ziel meiner Tour war die Hängebrücke über die Rappbodetalsperre.
Da ich ein großer Schisser bin, war mir noch nicht klar, ob ich die Schritte über die insgesamt 483 Meter lange Stahlkonstruktion wagen würde. Eines war mir bei Fahrtbeginn klar: Ich würde ein paar interessante Fotos auf die Speicherkarte bringen.
So ging es über die "Lust", bei stimmungsvollem Blick in die Harzlandschaft, über Harzgerode, Alexisbad hin zur Talsperre.
Ich parkte auf dem ausgewiesenen Parkplatz, der mit einer Gebühr von 2 Euro total in Ordnung war.
Leider sah es ein paar Schritte weiter etwas anders aus. An einem Pferdehof ist ein Lokal angeschlossen, welches leider geschlossen hatte. Die öffentlichen Toiletten nicht. Hier wurde ein Euro für den Toilettengang verlangt, welche dem Wert, meiner Meinung nach, nicht entsprach.. Aber gut. Jeder, der seine Notdurft verrichten muss, erhält hier eine Möglichkeit.
Dann ging ich einen Fußweg von ca. 500 Meter bis hin zur Staumauer. Einige der "Wanderer" stöhnten, der Weg zur Staumauer sei zu lang. Ich fand das völlig in Ordnung. An der Hängebrücke angekommen, musste ich mich in eine moderate Warteschlange anstellen, um am Automaten ein Ticket zu ziehen. Durch eine Drehtür ging es dann auf das Podest der Bücke. Ich genoss den Blick in das Tal, welches sich langsam in Herbstfarben verwandelte. Viele Menschen gingen sofort auf die schaukelnde Konstruktion, bei welcher man durch die Gitterroste im Boden einen Blick in die 100 Meter Tiefe geboten bekommt.
Ich selbst wagte nur einen Schritt und wusste sofort, dass ich dieses Konstrukt nie betreten würde. Also beschränkte ich mich auf ein paar Fotos von der Plattform aus.
Danach beobachtete ich das Treiben von der Staumauer aus. Ich erlebte einige ganz mutige, welche mit der Megazipline in  rasender Geschwindigkeit, mit dem Körper in eine Haltevorrichtung eingespannt, ausgestattet mit einem Schutzhelm, hin über das Staubecken bis ins Tal  rasten.
Mir ging der Puls bereits beim Zuschauen. Ebenso bei der Beobachtung des Freien Falls, bei dem man, an einem Seil gesichert, 75 Meter in 3 Sekunden  in die Tiefe fallen kann.
So verging die Zeit, was jedoch in der wärmenden Altweibersonne kein Problem war. Ich war begeistert und ein wenig beeindruckt, wie das 120 t Stahlkonstrukt einfach so von einer auf die andere Seite des Tales hält und das alles nach 10 Monaten Bauzeit.
Ich fuhr, die Hängebrücke nicht betreten zu haben, jedoch mit einem guten Gefühl im Bauch, nach Hause.
 
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Lothar Wobst aus Bitterfeld-Wolfen | 18.10.2018 | 13:38   Melden
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Siegfried Behrens aus Halberstadt | 18.10.2018 | 14:59   Melden
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Martin Lehmann aus Bitterfeld-Wolfen | 18.10.2018 | 18:13   Melden
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Ralf Springer aus Aschersleben | 18.10.2018 | 18:17   Melden
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Dieter Gantz aus Querfurt | 22.10.2018 | 12:50   Melden
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