Ökologischer Anbau im Visier der Trauermücken

Trauermücken sind bekannte und lästige Pflanzenschädlinge in Deutschland. Im Aussehen und Flugstil ähneln sie Fruchtfliegen, halten sich aber meist in der Nähe von Topfpflanzen auf. Denn ein Großteil ihrer Lebenszeit verbringen die Insekten in Larvenform, und diese leben in der Blumenerde und ernähren sich von Pilzen und den feinen Wurzeln der Pflanzen. Im Privathaushalt können sie schnell zur Plage werden und vor allem Keimlinge sind gefährdet, da sich ihre Wurzeln nicht so schnell erholen können.

Was auf dem heimischen Balkon oder der Fensterbank lästig sein kann, kann bei Biobetrieben zu ernsten Ernteausfällen führen. Denn dort kommen so genannte Massenvermehrungen der Trauermücken regelmäßig vor. Aber warum ausgerechnet hier?

Die Antwort liegt im Biosubstrat. Mit diesem Material wird vorrangig gearbeitet in Biobetrieben und diese bestehen vorrangig aus totem organischem Material, Pilzhyphen, Moosen und Mikroorganismen. Somit bietet Biosubstrat die optimalen Lebensbedingungen für die Trauermückenlarven. Auch bei sorgfältiger Herstellung sind viele Biosubstrate aus dem Handel mit Eiern und Larven der Pflanzenschädlinge kontaminiert. Kommt es zu schlechten und offenen Lagerung der frischen Blumenerde nahe der Pflanzen, kann es schnell zu einer explosionsartigen Vermehrung der Trauermücken kommen. Auch Kompost birgt die Gefahr einer optimalen Brutstätte für die Mücken. Ist dieser nahe von Gewächshäusern gelagert, kommt es schnell zu einem übergreifen.

Schützen kann man sich durch eine sorgsame Lagerung der Biosubstrate. Diese sollten trocken und kühl gelagert werden und nicht offen gelagert werden. Reste von Blumenerde in Pflanzennähe sollten verhindert werden. Im Gewächshaus sollte man zusätzlich einen hohen hygienischen Standard einhalten und sich bildende Moose und Algen schnellstmöglich beseitigen.
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