Glasbläser aus Passion

Detlef Schumann stellt eine Rosenvase her
Freundlich begrüßt mich Detlef Schumann und führt mich in seine Glasbläserwerkstatt. Bereitwillig und voller Freude erzählt er mir, wie er Kunstglasbläser geworden ist. In der Werkstatt liegen überall Glasstäbe verschiedener Längen, Stärken und Farben. Echtes Lauschaer Glas.
"Aus einem Stück Glas etwas Einmaliges herzustellen, ist etwas ganz Besonderes", berichtet der Meister.

Anregungen für seine Arbeit bekommt er aus Natur und Umwelt. Die Ideen für seine Arbeit entwickelt Schumann am Esstisch mit seiner Frau Beate, die ihn tatkräftig unterstützt. Ohne sie wäre seine künstlerische Arbeit nicht möglich, meint Schumann. Sie berät die Kunden, knüpft Kontakte und vereinbart Termine.
Mit seinem transportablen Arbeitsplatz bereist er auch andere Städte und führt sein Kunsthandwerk vor.
Höhepunkt des Jahres ist seine jährliche Teilnahme am Handwerkerweihnachtsmarkt in der Dessauer Marienkirche.
Auch auf Messen ist er präsent.

Seine Ausbildung

Als Detlef Schumann 1971 nach dem Abschluss der Schule eine Lehrstelle suchte, ahnte er nicht, dass er einmal Kunstglasbläser sein würde.
Sein Traumberuf war KFZ- Mechaniker. Seine Bewerbung wurde abgelehnt - zum Glück, wie er heute weiß.
In der Filmfabrik Wolfen gab es eine Glassbläserwerkstatt. Hier durfte er den Beruf des Glasapparatebläsers erlernen.
Nach der Lehre arbeitete Schumann im Dessauer Institut für Impfstoffe.

Die Selbständigkeit


Doch er wollte sich selbst verwirklichen. Zu Hause richtete er sich eine kleine Werkstatt ein. Als er die Möglichkeit bekam, sich als Handwerker selbstständig zu machen, absolvierte er ein Meisterpraktikum in Lauscha, der Glasbläserstadt.
Dort legte er auch seine Meisterprüfung ab. Detlef Schumann begann, figürliches Glas herzustellen. Zu diesem Zweck besuchte er Kunsthandwerkerlehrgänge an der Burg Giebichensteinin Halle.
1980 baute sich Schumann im Garten seines Grundstücks eine eigene Glasbläserwerkstatt in Dessau-Alten.

Dieser Beruf erfordert ganz besondere Eigenschaften, wie zum Beispiel ein gutes Reaktionsvermögen, viel Geduld, Feinfühligkeit, Kreativität und natürlich auch Talent. Zuerst fertigte der Meister Vasen und Leuchter. Seit zwölf Jahren stellt er Schmuck her. Jedes Schmuckstück ist ein Unikat.
Stolz ist Detlef Schumann auf seinen Altmeisterbrief, den er 2015 erhielt.
Es sei schwer, vom Kunsthandwerk zu leben, so Schumann. Trotzdem denkt er nicht ans Aufhören.

"Weil wir diese Arbeit über alles lieben, hält sie uns gesund und fit und das hoffentlich noch viele Jahre."
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Hildegard Stelzig aus Sangerhausen | 20.10.2016 | 12:53   Melden
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Waltraud Eilers aus Naumburg (Saale) | 20.10.2016 | 13:45   Melden
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Ralf Springer aus Aschersleben | 25.10.2016 | 14:32   Melden
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Béatrice Haas aus Dessau-Roßlau | 25.10.2016 | 17:38   Melden
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