Wandlung

Ein Mensch wird wild von Heckenschützen,
Die gern die Zeit der Schrecken nützen
Und, ihn zu morden, stur entschlossen,
Auf diese Weise querbeschossen.
Da es mißlang, ihn ganz zu töten,
Entbieten, ohne zu erröten,
Die Schützen nun, Gewehr bei Fuß,
Dem Menschen höflichst ihren Gruß
Und scheien ungemein vergeßlich,
Daß sie ihm nachgestellt, so häßlich.
Und auch der Mensch, allmählich müder,
Nimmt hin die üblen Schützenbrüder
Und, faulen Frieden selbst zu fördern,
Lebt brav er - unter seinen Mördern.

Eugen Roth
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4 Kommentare
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Manfred Wittenberg aus Nebra (Unstrut) | 05.05.2018 | 17:28   Melden
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Ulrich Kruggel aus Dessau-Roßlau | 05.05.2018 | 20:23   Melden
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Gerlinde Klemm aus Halle (Saale) | 05.05.2018 | 21:04   Melden
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Ulrich Kruggel aus Dessau-Roßlau | 06.05.2018 | 05:59   Melden
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