E-Zigarette zum Schutz der Gesundheit?

 

Ist die E-Zigarette ein Mittel zur Erhaltung der Gesundheit oder führt sie überhaupt erst zum Rauchen? Eine Studie von Forschern lässt positiv gestimmt sein. Die Studie wurde von Forschern am Lombardi Comprehensive Cancer Center in Washington durchgeführt. Hierbei wurde besonderer Wert auf die Steigerung der Lebenserwartung von herkömmlichen Rauchern gelegt. In der „Tobacco Control“ wurde berichtet, dass über 6 Millionen vorzeitige Todesfälle verhindert werden könnten, wenn ein Umstieg auf die E-Zigarette stattfindet.

Dem entgegen steht zum Beispiel das Deutsche Krebsforschungszentrum. Über die langfristigen Folgen des Dampfrauchens gibt es bisher keine Erkenntnisse. Ebenso ist nicht klar, ob diese Variante Raucher tatsächlich auf Dauer von der herkömmlichen Zigarette abbringt. Die verwendeten Aromastoffen könnten auf Dauer eine negative Auswirkung auf die Gesundheit haben. Auch könnten Jugendliche und ältere Nichtraucher erst zum „harmlosen“ Rauchen animiert werden.

Beispielrechnung für die USA

Die US-Bevölkerung wurde im Rahmen der Studie in drei Gruppen eingeteilt. Raucher, hiervon sind 19,3 Prozent Männer und über 14 Prozent Frauen. Ehemalige Raucher und Personen, die noch nie geraucht haben. In den USA beträgt die Anzahl der Menschen die vorzeitig sterben 26 Millionen.

Diese Zahlen bilden die Grundlage für die Berechnungen. Im Fall das herkömmliche Raucher zur E-Zigarette wechseln, würden im besten Fall nur noch fünf Prozent der Bevölkerung in den USA rauchen. Aber selbst unter Berücksichtigung, dass die Dampfvariante gesundheitliche Folgen hätte und zum Teil Personen mit dem Rauchen beginnen, die dies vorher vermieden, würden immer noch eine Reduzierung der Raucher auf zehn Prozent stattfinden. Um diese Ziele zu erreichen, müsste die Politik mit ins Boot, um praktische Strategien zu entwickeln.

So ließen sich zwischen 1,6 und 6,6 Millionen frühzeitige Todesfälle infolge des Rauchens verhindern. Dies entspricht bis zu 86,7 Millionen zusätzliche Lebensjahre die gerettet werden können. Behinderungen infolge des Rauchens oder auch Passivrauchens gehörte dann weitgehend der Vergangenheit an.

Was ist schädlich - Teer oder Nikotin?

In der E-Zigarette ist eine Flüssigkeit aus Glycerin, Nikotin, Aromen und Propylenglykol enthalten. Diese wird im Inneren erhitzt und verdampft dann. Nach der Meinung vieler Forscher macht zwar das Nikotin abhängig, jedoch ist der Teer gesundheitsschädlich. Dieser wird bei der E-Zigarette eingespart. Um Jugendliche und Kinder zu schützen ist der Verkauf in Deutschland an Minderjährige verboten.

Forschungen in Deutschland haben ebenfalls ergeben, dass die Lebenserwartung durch das Rauchen erheblich sinkt. Folgeerscheinungen sind Lungenkrebs, Schlaganfall, Herzkrankheiten und Bluthochdruck. Auch diese Forschungen bestätigen, dass weniger Raucher der herkömmlichen Zigarette ein Plus an Gesundheit bedeuten. Es bleibt abzuwarten, wie die Umsetzung funktioniert und ob weitere Risiken des Dampfrauchens auftauchen, die vorher nicht bekannt waren.
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