Ein Ausflug voller Schönheit, Überraschungen und Rätsel

Bad Lauchstädt. Am letzten Samstag im April schien die Sonne. Sie lockte uns hinaus, um Schönheiten und Unbekanntes zu entdecken. Wir fuhren nach Bad Lauchstädt. Unser Rundgang durch die Kuranlagen begann vielversprechend in der Goethestraße.

Am Haus der Goethestraße Nr. 13 machte eine Tafel darauf aufmerksam, dass hier die damals berühmte Schauspielerin, Christiane Neumann, am Hoftheater Weimar während der Sommerspielzeit am Goethetheater wohnte. Erstaunlich daran war, dass sie im Alter von 6 Jahren das erste Mal auf der Bühne stand und im Alter von 18 Jahren, 1797, verstarb. Sie wurde von Johann Wolfgang von Goethe ausgebildet, gefördert und inspirierte ihn.

Die Tafel an dem Haus Nr. 14 machte darauf aufmerksam, dass der junge Richard Wagner hier wohnte. Das Goethetheater war seine erste Wirkungsstätte als Kapellmeister.

Fragen warfen die zwei Tafeln am Haus Nr. 16 auf. Auf der ersten Tafel steht, dass Johann Wolfgang von Goethe im Jahre 1802 über einen Monat hier verweilte. Es war das Jahr zur Eröffnung des neuen Goethetheaters. Die 2. Tafel gibt darüber Auskunft, dass Wolfgang Goethe hier 11 Jahre wohnte. Vielleicht kann jemand erklären, warum diese 2. Tafel angebracht wurde?

Gegenüber dem Haus Nr. 16 ist ein sehr großer Stein zu sehen, an dem keine Informationstafel steht. Vermutlich ist es eine Gerichtsstelle an der auch eine Rolandsäule stand. Die Gerichtsstätten lagen bis frühes Mittelalter häufig unter Bäumen bei großen Steinen. Kann das jemand bestätigen oder gibt es eine andere Erklärung?

Auf dem Weg zum Goethetheater erwartete uns eine wunderschöne einzigartige Parkanlage: der Schlossgraben. Hier wurden Zierapfelbäume an Spaliere und Geländer gestaltet. Die Blütenpracht und die Bänke fordern den Betrachter zum Verweilen auf. Umgeben von dem Duft der Blüten, den Summen der Bienen und Hummeln, möchte man gar nicht weitergehen.

Die nächste Überraschung war das Schloss. Es ist sehr gut erhalten und wird als Schule genutzt. Es ist die Goetheschule Haus 1, eine Sekundarschule.

Auch die Stadtpfarrkirche in der Querfurter Straße hielt eine Überraschung parat. Hier warteten zwei Musiker in der doch noch sehr kalten Kirche. Die Kirche, so stellte sich heraus, wird auch als Probenort des Posaunenchors und des Kirchenchors genutzt.

Natürlich spazierten wir weiter. Doch das ist ein anderes Kapitel!
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2 Kommentare
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marlit rendelmann aus Halle (Saale) | 02.05.2017 | 21:48   Melden
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Peter Pannicke aus Wittenberg | 02.05.2017 | 22:09   Melden
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