Friedhof und Gedenkstätte Nietleben-Granau!

Halle (Saale): Heidebad Nietleben | Diese Gedenkstätte entstand in der Ruine der 1654 aus Natursteinen ausgeführten Kirche von Nietleben.
Der Ort Granau, eine slawische Siedlung, lag bis zu seiner Zerstörung durch die Truppen des schwedischen Generals Baner im 30jährigen Krieg [1636] in der nordwestlich vom Berg gelegenen Senke, in der ein Bach entsprang.
Die Überlebenden des Ortes Granau zogen nach Nietleben und siedelten sich in der jetzigen Quellgasse an.
Der angrenzende Heidesee, entstand im Ergebnis des Braunkohlen-Untertagbaus, der das Versiegen der früheren Quellen und die Baufälligkeit der Kirche verursachte. Das Innere der Kirche war mit einer 10registrigen Waldnerorgel ausgestattet. Der im Westen angeordnete Kanzelaltar wurde über den unteren Teil der Treppe des Turmes erreicht. Ein lebensgroßes Kruzifix hing gegenüber der Eingangspforte, die sich in der Südwand befand, von wo aus die Gedenkstätte betreten werden kann.
Nach Fertigstellung der evangelischen Kirche in Nietleben 1886, wurde die Kirche aufgegeben. Ein Teil des Inventars der Kirche aus Granau wurde in die Nietlebener Kirche verbracht.
Die Granauer Kirche blieb als Ruine zurück und verfiel.
Im Jahr 1923 wurde in der Ruine ein von Johannes Niemeyer entworfenes Ehrenmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges errichtet. Eine vom Bildhauer Martin Wetzel entworfene Gedenktafel an der Innenseite der Nordmauer wurde aus Anlass des 100. Geburtstages für Siegmar Baron von Schulze-Gallera angebracht.
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