Berliner Künstler stellt Bilder in Gernrode aus

  Gernrode: Galerie Haus Sonnenschein | In der kleinen, aber feinen Galerie "Haus Sonnenschein" in Gernrode können sich seit dem letzten Sonnabend Besucher an einer neuen Ausstellung erfreuen.

Der Künstler Dietmar Petereit aus Berlin zeigt eine Auswahl seiner Aquarelle.
Diese sind in mehr als 40 Jahren entstanden und zeigen Motive aus seiner Heimat, als auch aus aller Welt. Aufgewachsen ist er in einer kleinen Stadt am Rande des Harzes. Die Eltern mussten nach dem Krieg aus dem fernen Ostpreußen mit den Kindern fliehen und blieben in Aschersleben hängen. Dort lernte er auch seine Frau Barbara kennen.
Schon früh, angeregt durch seinen Vater, widmete er sich der Malerei. Nicht unwesentlich beigetragen hat auch die Mutter. Ihre Liebe zur Natur und den Blumen hat ein Samenkorn gelegt, das bei den Kindern und auch insbesondere bei ihrem Jüngsten Dietmar zur wunderbaren Blüte aufgegangen ist. In Aschersleben werden sich zudem gewiss einige Menschen an den schönen Garten der Petereits mit dem artenreichen Steinbeet erinnern.

Aber zunächst legte Dietmar das Abitur an der Volkshochschule ab und studierte an der Technischen Hochschule Magdeburg und wurde Diplom-Ingenieur. Ein Beruf der in voll ausfüllte und dennoch Zeit für die Malerei blieb.


Aquarelle entstanden in verschiedenen Ländern

Petereit malt ausschließlich in der Natur. Zunächst entstanden Bilder in der Heimat. Dann reisten er und seine Frau gen Osten, soweit das in der DDR möglich war und suchten sich ihre dort ihre Motive. Nach 1990 dann wurde quasi die andere Himmelsrichtung eingeschlagen. Es entstanden Aquarelle in Indien, Syrien, Israel, Italien, Australien usw.

Barbara Petereit assistiert ihrem Gatten. Gemeinsam entscheiden sie das Motiv, sie hilft beim Tragen der Malutensilien, besorgt das Wasser für die Farben, hält bei Regen zwei Schirme, einen über die Staffelei, einen über ihren Mann. Das gilt auch bei sengendem Sonnenschein, denn die Wasserfarben dürfen nicht austrocknen und auch der Künstler soll vor gleissendem Licht geschützt werden. Erschließt sich hier somit der Begriff "Schirmherrin" im wahren Wortsinn.

Nun also die

Ausstellung in Gernrode.


Zu diesem Harzort haben die Eheleute eine besondere Beziehung. Denn sie wurden in der Stiftskirche Sankt Cyriakus einst getraut und ihr Trauzeuge wohnt noch heute dort.

Ein Bild, das die Gäste sehen können, entstand vor 40 Jahren und zeigt die Gernröder Kirche. Der Meister hatte es damals verschenkt und sah es also erstmals wieder. es wurde natürlich in die Exposition aufgenommen.

Die Stiftskirche im Winter

Ein Winterbild aus Gernrode fehlte zur Abrundung der Schau eigentlich noch. Also packten der Meister und seine "Assistentin" die Malutensilien ein, suchten sich ein Motiv und bei fast minus 3 Grad wurde gemalt. Die Farbe drohte einzufrieren, aber Petereit lies sich nicht abschrecken und stellte das Bild fertig.

Zwischenzeitlich lud man die beiden in ein Café in der Nähe ein und bedeutete, man könne vom Fenster aus das Werk fertigstellen. Der Maler arbeitet aber im Freien und lehnte dankend ab. Als man aber schließlich in die Galerie kam, war das Wasser der Farben gefroren. So wurde das Bild ganz authentisch zum Winterbild.

Florale Gestaltung

übernahm wie immer Herr Kleinhanns. Mit Ideen und Fingerspitzengefühl wurden Blumen, Zweige und Baumscheiben in Szene gesetzt, die der Ausstellung

Die Natur - mein Atelier

einen würdigen Rahmen geben.

Und noch ein Tipp
Wer geschaut hat und die Seele genährt kann den Leib mit leckerem Kaffee und Kuchen im Galeriecafé verwöhnen.
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Zeitung | Erschienen am 23.02.2017
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8 Kommentare
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Lothar Teschner aus Merseburg | 14.02.2017 | 23:32   Melden
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Manfred Wittenberg aus Nebra (Unstrut) | 15.02.2017 | 07:34   Melden
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Lothar Wobst aus Bitterfeld-Wolfen | 15.02.2017 | 11:06   Melden
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Christine Schwarzer aus Dessau-Roßlau | 23.02.2017 | 07:37   Melden
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Christa Mecke aus Thale | 05.03.2017 | 13:15   Melden
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Christine Schwarzer aus Dessau-Roßlau | 05.03.2017 | 16:41   Melden
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