Carnivoren - Fleischfressende Pflanzen

(Foto: Carsten Schulz)
Kalbe (Milde): Privathaus | Fleischfressende Pflanzen, auch Karnivoren oder  Insektivoren genannt, das klingt wahrlich martialisch. Aber niemand muss Angst haben, diese Exemplare haben ein ausgeklügeltes System, sich vornehmlich Insekten zu fangen. Aber auch kleine Frösche und Gliedertiere gehören zum "Beuteschema".
Die Pflanzen kommen häufig auf nährstoffarmen Standorten vor und durch die verdauten Insekten und Kleinlebewesen versorgen sie sich mit Mineralstoffen und Stickstoff.
In unserer heimischen Flora kennen wir den Sonnentau (Drosera)

Halten und Ziehen dieser eigentümlichen Pflanzen ist ein doch etwas außergewöhnliches Hobby. Rosen, Tulpen, Nelken und vieles mehr findet man wohl in allen Gärten. 
Wenn aber ein junger Mann sich ausgerechnet der Karnivoren annimmt, ist das schon ein besonderes Steckenpferd.

Carsten Schulz

ist 30 Jahre und arbeitet als Controller in Berlin.

Dennoch findet er die Zeit, sich der Zucht und Pflege dieser interessanten Pflanzen zu widmen.

Er beschreibt es so:
"Anbei ein paar Bilder meiner  Fleischfresser. Hauptsächlich beschäftige ich mich mit der Gattung Nepenthes (Kannenpflanzen), die hauptsächlich in Südostasien zu Hause sind. Einige Arten können sehr groß werden, wie die N. truncata und die N. sibuyanensis von den Philippinen. Ein Bild zeigt mich mit meiner großen N. truncata(Bild 13).
Einige Arten wie N. jacquelineae und N. jamban (beide von Sulawesi) bleiben sehr klein und grazil.
Besonders spannend sind die unterschiedlichen Entwicklungsstadien der einzelnen Arten. Auf den beiden Bildern von N. platychila sieht man  Kannen ein und derselben Pflanze in unterschiedlichen Lebensabschnitten: Wenn die Pflanze noch klein ist und dicht am Boden wächst, bildet sie Bodenkannen. Wenn sie größer werden und anfangen, zu klettern, bilden sie Hochkannen (die trompetenförmige Kanne der platychila).
Neben den Kannenpflanzen habe ich auch noch einige Schlauchpflanzen (Sarracenia), Kobralilien (Darlingtonia) und Sonnentau (Drosera).
Ich hoffe, die Bilder gefallen, sie dürfen  natürlich für einen Beitrag verwendet werden."


Bild 1                Darlingtonia spez. Kobralilie
Bild 2 bis 13     Nepenthes spez. Kannenpflanze
Bild 14 und 16 Sarracenia spez. Schlauchpflanzen
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4 Kommentare
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Siegfried Behrens aus Halberstadt | 30.03.2018 | 07:44   Melden
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Christine Schwarzer aus Dessau-Roßlau | 30.03.2018 | 08:17   Melden
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Lothar Wobst aus Bitterfeld-Wolfen | 30.03.2018 | 10:54   Melden
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Willgard Krause aus Wittenberg | 02.04.2018 | 20:56   Melden
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