Veranstaltungs- und Ausflugstipps des Tourismusverbandes Sachsen-Anhalt für den Monat Mai 2017

Gartenreichsommer: Seekonzerte am 13., 20. und 27. Mai (Foto: Heinz Fräßdorf für Kulturstifung Dessau-Wörlitz)
 
15. Elberadeltag am 7. Mai (Foto: Magdeburger Tourismusverband Elbe-Börde-Heide e.V.)
 
Erlebnisausstellung "Hör mal, Telemann!" vom 19. Mai bis 15. Oktober im Gartenhaus des Klosterbergegartens in Magdeburg (Foto: Telemann-Gesellschaft Magdeburg)

Der Mai ist da – der Lenz startet durch.

Mit dem Gartenreichsommer beginnt am 6. Mai „Das Fest der Sinne“ im zum Weltkulturerbe zählenden Gartenreich Dessau-Wörlitz. Die Gärten und Schlösser in Wörlitz, Oranienbaum sowie das Luisium und Mosigkau in Dessau bieten eine einzigartige Kulisse für Konzerte, Theateraufführungen und musikalisch-literarische Szenarien.

Die Kulturgeschichte vom Barock über das Rokoko bis hin zum Klassizismus wird hier auf engstem Raum erlebbar, eingebettet in die 142 Quadratmeter große abwechslungsreiche Garten- und Auenlandschaft zwischen Elbe und Mulde.

Zum Eröffnungskonzert am 6. Mai im Schloss Wörlitz wird Christiane Schornsheim auf dem Hammerflügel ein Rezital mit Werken von Franz Schubert zu Gehör bringen. Zu den unvergesslichen Erlebnissen zählen immer wieder die Seekonzerte auf den Wörlitzer Gewässern. Den harmonischen Dreiklang aus Gondelfahrt, kulinarischen Leckereien zum Abendessen auf dem Wasser und musikalischen Darbietungen des Kammermusikensembles der Anhaltischen Philharmonie Dessau vom Ufer aus können Sie am 13., 20. und 27. Mai jeweils ab 18 Uhr erleben (www.gartenreichsommer.de).

Die Saison an Deutschlands beliebtestem Fernradweg, dem Elberadweg, wird traditionell am ersten Sonntag im Mai mit dem Elberadeltag eingeläutet. Bereits zum 15. Mal machen den 7. Mai zahlreiche Veranstaltungen und geführte Radtouren zu einem Festtag für alle kleinen und großen Pedalritter. Start für das große Radlerfest mit unter anderem fünf geführten Touren ist in Magdeburg ab 9.15 Uhr in der Turmschanzenstraße. Im Raum Arneburg/Stendal werden Touren ab Tangerhütte, Stendal, Tangermünde, Werben und Havelberg angeboten, welche allesamt beim Radlerfest in Arneburg enden.

Der moderierten Radwandertour „Radtour durch Natur und Geschichte“ können Sie sich ab dem Ferienpark Plötzky ab 9.30 Uhr anschließen und dort im Anschluss ein stimmungsvolles Programm genießen. Ziel der geführten Touren in der Region Anhalt-Wittenberg, unter anderem ab Garitz, Zerbst, Dessau-Roßlau, Köthen und Calbe, ist Aken, wo als Lohn für die Strampelei zünftig gefeiert wird (www.elberadweg.de).

Im Anhaltischen Theater Dessau hat am 12. Mai um 19 Uhr mit „Faust. Der Tragödie erster Teil“ das Nationalheiligtum der Deutschen und meistzitierte Theaterstück im deutschsprachigen Raum Premiere. Goethes Lebenswerk, mit dem er als 21-Jähriger begonnen und an dem er bis zu seinem 82. Lebensjahr gearbeitet hat, befasst sich mit den weitreichenden und schwer zu beantwortenden letzten Fragen um Liebe, Wahrheit, Willensfreiheit, Verantwortung, Gut und Böse. Es wird spannend, wie auf sinnliche und unterhaltsame Weise der Bogen von höchster Frivolität zu tiefstem Kummer in diesem Spektakel zwischen Himmel und Hölle geschlagen wird (www.anhaltisches-theater.de).

Unter dem Motto „Hör mal, Telemann!“ steht die Erlebnisausstellung zu Georg Philipp Telemann, die im Telemannjahr 2017 anlässlich seines 250. Todestages am 17. Mai um 19 Uhr im Gartenhaus des Klosterbergegartens in Magdeburg eröffnet wird. Bis zum 15. Oktober laden interaktive Stationen zum Ausprobieren, Spielen, Hören und Knobeln ein. Die „Telemania“ geht weiter am 20. Mai mit der Premiere des Musicals „Telemann in Pop“ im Gartensaal des Gesellschaftshauses. Dieses Musical ist im Rahmen eines Jugendprojektes während des Freiwilligen Sozialen Jahres von jungen Telemann-Begeisterten entstanden und setzt sich tagesaktuell mit Telemanns Biografie auseinander. Dabei wird der Frage nachgegangen: Wie wäre es, wenn jemand wie Telemann heute das Licht der Welt erblickte? Würde er sich unter heutigen Bedingungen so verwirklichen können wie seinerzeit? (www.telemann2017.eu und www.gesellschaftshaus-magdeburg.de).

Der dezentrale Kirchentag auf dem Weg verbindet vom 25. bis 27. Mai im Rahmen des 500-jährigen Reformationsjubiläums „Zwei Städte für ein Halleluja - Halle und die Lutherstadt Eisleben“. Damit wird auf die großen Reformationsfeierlichkeiten in Wittenberg und Berlin eingestimmt. Der Auftakt ist das Willkommensfest „Kultur in den Höfen“ am 25. Mai, 20 Uhr, mit der szenischen Lesung „Aus Liebe zur Wahrheit: Luther versus Albrecht incognito“, im Hof der Moritzburg in Halle. In der Glashalle des Händelhauses heißt es am Vorabend der Händelfestspiele um 19 Uhr „Willkommen in den Höfen des Kirchentages unterwegs" mit dem Orgelanspiel der Mauer-Orgel durch Kevin Wagner von der evangelischen Hochschule für Kirchenmusik (www.halle-tourismus.de).

„Halleluja“: Die Feierstunde am Händel-Denkmal eröffnet die Händel-Festspiele am 26. Mai um 16 Uhr. Um 19.30 Uhr hat in der Oper Halle dann Händels Oratorium „Jephtha HWV 70“ als szenische Aufführung Premiere. Bis zum 11. Juni stehen die Festspielangebote unter dem Motto „Original? - Fälschung?“ und widmen sich damit einem aktuellen, aber durchaus auch brisanten Thema. Bereits zu Händels Zeiten im 18. Jahrhundert waren Urheberfragen, Raubdrucke, Fälschungen und Ähnliches ein Thema. Händel selbst versuchte, sich gegen die unerlaubte Vervielfältigung seiner Kompositionen zu wehren, indem er sich beim englischen König um ein Druckprivileg bemühte, das er 1720 erhielt. Zweifelsfrei Originale sind die wunderbaren Musiker, die das Programm gestalten. International renommierte Künstler und aufstrebende junge Talente sind ebenso zu erleben wie Produktionen mit halleschen Musikern. Neben Opern, Oratorien und Orchestermusik werden mehrfach Brücken geschlagen zu Jazz-, Welt- und Rockmusik (www.haendelfestspiele-halle.de).

Auf seine 15. Musikalisch-Literarische Entdeckungsreise entlang der „Straße der Romanik“ begibt sich das Rossini-Quartett am 20. Mai um 15 Uhr in der Klosterkirche Hillersleben und am 21. Mai um 15.30 Uhr im Kloster Jerichow. Auf der Jubiläumstournee stehen die Landesjubiläen im Mittelpunkt: Der 250. Todestag von Georg-Philipp Telemann und Martin Luther und damit das 500-jährige Reformationsjubiläum. Ebenso wird der vor 300 Jahren in Stendal geborene Johann Joachim Winckelmann gewürdigt, der sich als Altertumsforscher und Kunsthistoriker vor allem um das Wissen zur griechischen und römischen Antike verdient gemacht hat (www.rossini-quartett.net).

Fester Bestandteil im „Romanik-Jahr“ ist mittlerweile der Romaniktag, an dem alle 80 Bauwerke sich mit besonderen Angeboten und Aktionen beteiligen. Am 27. Mai kann man beim Romanik-Radeln von der Ruine der Stiftkirche Walbeck ab 13 Uhr zur Ruine Nordhusen Geschichte quasi hautnah erfahren. Ein zünftiges Radler-Picknick, musikalisch umrahmt vom Duo „Handgemacht“, erwartet die Teilnehmer um 16 Uhr am Ziel. Im Kaiser-Otto-Saal des Kulturhistorischen Museums Magdeburg präsentiert das Ottonentheater „Minne, Mystik und mehr bei Mechthild von Magdeburg“.

Zu einer Sonderführung durch die Stiftskirche und das Museum St. Marienkloster auf dem Münzenberg werden Sie ab 11 Uhr in Quedlinburg erwartet. Die Reformation ist Thema der Sonderführung ab 11 Uhr im Dom zu Halberstadt und bringt interessante Einblicke zu der Tatsache, dass ein konfessionell gemischtes Kapitel den einzigartigen Domschatz bewahrt. „Geheimnisse der Romanik“ werden ab 17 Uhr im Merseburger Dom preisgegeben. Auf www.strassederromanik.de erschließen sich alle Angebote.

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Wolfgang Rust aus Dessau-Roßlau | 25.04.2017 | 06:05   Melden
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