TRD-Digital-Mosaik: Mobile Recruting +++ Gefahrenquellen durch Cyber-Kriminelle +++ Illegale Download-Portale +++ DSGVO

Vor allem Unternehmen mit weniger als 20 Mitarbeitern hatten wohl den Stichtag 25. Mai 2018 unterschätzt“, erklärt Datenschutz-Experte René Rautenberg.Unternehmen sollten nicht den Fehler machen, die DSGVO auf Digitalthemen zu begrenzen, da die analoge Datenspeicherung ebenso betroffen ist. (Foto: © pixabay.com /TRD Digital)
 
Zeitgeist: Eine Tour mit dem Schlauchboot begeistert heute kaum noch ein Kind. Eltern müssen liefern – und zwar am besten sofort auf ausgewählten Social-Media-Kanälen. (Foto: © pixabay.com/TRD Digital)
 
Mittlerweile ist der Großteil der Deutschen mobil im Internet unterwegs. Wie die diesjährige Studienreihe „Recruiting Trends 2018“ des Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) der Universitäten Bamberg und Erlangen-Nürnberg und von Monster belegt: Mehr als 90 Prozent der teilnehmenden Unternehmen denken, dass Mobile Recruiting zukünftig immer wichtiger wird. (Foto: Vodafone/TRD Digital)
(TRD/CID) Die europäische „Datenschutz-Grundverordnung“ (DSGVO) scheint ihren Schrecken verloren zu haben, auch wenn einige Unternehmen noch immer mit der Umsetzung der neuen Richtlinien beschäftigt sind. „Vor allem Unternehmen mit weniger als 20 Mitarbeitern hatten wohl den Stichtag 25. Mai 2018 unterschätzt“, erklärt Datenschutz-Experte René Rautenberg.Unternehmen sollten nicht den Fehler machen, die DSGVO auf Digitalthemen zu begrenzen, da die analoge Datenspeicherung ebenso betroffen ist. Nach aktuellen Beobachtungen können nämlich kleinere Unternehmen unter entsprechender Anleitung den bürokratischen Teil der DSGVO-Anforderungen in etwa drei Personentagen umsetzen. „Es gibt einen Aufwand, der ist jedoch überschaubar“, so der Datenschutz-Experte. Er rät, sämtliche Bereiche schrittweise an das neue Regelwerk anzupassen, in denen Daten von Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten erfasst und verarbeitet werden. Rund 80 Prozent der Unternehmen können die schärferen Datenschutzregeln mit Hilfe einer entsprechenden Software beziehungsweise externen Datenschutzbeauftragten selbst realisieren.


Smart Homes öffnen Cyber-Kriminellen die Tür
(TRD/CID) In der digitalen Welt sind Smart Homes auf dem Vormarsch. In fünf Jahren werden sich in jedem Privathaushalt 500 Geräte, Produkte, Anwendungen und Komponenten befinden, die internetfähig sind oder bereits mit dem Internet verbunden sind. Das ist eine Prognose aus den Cybersecurity Trends 2018 von TÜV Rheinland. Das Problem: Viele dieser „smarten“ Produkte und Anwendungen sind nicht ausreichend auf Datensicherheit und Cyber-Security überprüft.

Zu den „smarten“ vernetzten Geräten gehören Online-Steuerungssysteme für Rolladen, Licht oder Heizung ebenso wie Fernseher, Kühlschrank oder Rasenmähroboter, Mobiltelefon, Tablet-PC oder Babyphone. „Vernetzte Geräte müssen Daten sammeln und untereinander austauschen, damit sie funktionieren. Sonst sind diese nicht smart. Gleichzeitig müssen sie in Sachen Datensicherheit und gegen Cyber-Einbrüche gut gesichert sein“, so Dr. Daniel Hamburg, als Leiter des „Center of Excellence Testing and Certification“ bei TÜV Rheinland führender Experte für Produktprüfung und Cybersecurity. Er fordert unter anderem, dass Standards zur Prüfung von Gerätesicherheit um Prüfungen für Datensicherheit und Cybersecurity erweitert werden. „Sonst öffnen wir mit dem Smart Home einer neuen Art von Einbrechern Tür und Tor.“
Tatsächlich gibt es bereits heute immer wieder Zwischenfälle, in denen es mit vergleichsweise einfachen Mitteln möglich ist, in Systeme und Produkte einzudringen, die mit dem Internet verbunden sind, so die Experten. Dies erfolgt beispielsweise über Schadsoftware oder über das WLAN. Zuletzt haben Experten von TÜV Rheinland beispielsweise in einem Versuch einen sogenannten „Wechselrichter“ einer Solarstromanlage gehackt. Dadurch wäre es möglich gewesen, verbundene Speichersysteme oder gar das Stromnetz selbst zu beeinträchtigen. Auch Alarmanlagen oder Überwachungssysteme wurden von Einbrechern bereits gehackt und ausgehebelt.

Mobile Recruiting: Bewerbung on the Road

(TRD/CID) Das Szenario ist ohne Frage attraktiv, weil es nicht nur bequem, sondern effektiv ist: Der „Traum-Job“ wird per Push-Benachrichtigung angeboten. Per Swipe wird dann in Windeseile die Bewerbung abgeschickt. Fertig. Dann gilt es nur noch, die Daumen zu drücken und zu hoffen, dass die Einladung zum Vorstellungsgespräch kommt. Mobile Recruiting wird immer wichtiger.„Wer denkt, dass das nur die Beschreibung des Alltags eines sogenannten Millennials ist, der irrt“, erläutert Marc Irmisch-Petit, Vice President General Manager beim Karriereportal Monster. Mittlerweile ist der Großteil der Deutschen mobil im Internet unterwegs. Wie die diesjährige Studienreihe „Recruiting Trends 2018“ des Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) der Universitäten Bamberg und Erlangen-Nürnberg und von Monster belegt: Mehr als 90 Prozent der teilnehmenden Unternehmen denken, dass Mobile Recruiting zukünftig immer wichtiger wird.

Das bestätigen ebenso die befragten Kandidaten: Denn 55,3 Prozent – und damit 15 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr – stehen alle benötigten Daten mobil zur Verfügung, um sich jederzeit direkt bewerben zu können. 42,2 Prozent der befragten Kandidaten sucht unterwegs auf dem Smartphone nach offenen Stellen – das sind mehr als doppelt so viele wie 2014 (16,4 Prozent). Wenn es dann ans Bewerben geht, können die Unterlagen sofort abgeschickt werden, ohne das Gerät wechseln zu müssen. Frauen scheinen hier noch ein Stück „mobiler“ zu sein, denn es suchen anteilig mehr Frauen über das Smartphone oder Tablet nach Jobs als Männer.

Die Studienreihe zeigt zudem, dass Kandidaten und Unternehmen dem Thema Mobile Recruiting gegenüber durchaus positiv eingestellt sind. Rund sechs von zehn Kandidaten und Unternehmen verfügen bereits über ein Grundverständnis, was dessen Einsatzmöglichkeiten betrifft. Zudem bestätigen 21,1 Prozent der Top-1.000-Unternehmen, dass sich bereits heute Kandidaten verstärkt über mobile Endgeräte bei ihnen bewerben. Bei den befragten IT-Unternehmen wird diese Entwicklung sogar von 36,7 Prozent bemerkt. „Es geht in die richtige Richtung“, stellt Studienleiter Prof. Dr. Tim Weitzel von der Universität Bamberg fest und fügt hinzu: „Aber es geht nicht schnell genug. Das mobile Zeitalter bringt eine gewisse Ungeduld mit sich. Wer innerhalb von Stunden eine frische Lebensmittellieferung bekommt, der wartet nur ungern zwei Wochen auf eine Rückmeldung zu seiner Bewerbung.“

Illegale Download-Portale haften

(TRD/CID) Online-Dienste, die das Hochladen und die Verbreitung von urheberrechtlich geschützten Inhalten ermöglichen, können dem Urheber gegenüber zu Schadensersatz verpflichtet sein. Das hat das Landgericht Hamburg entschieden und einer Klage der GEMA stattgegeben.Das Landgericht Hamburg hat mit Urteil vom 22. Juni 2018 (Az.: 308 O 314/16, noch nicht rechtskräftig) entschieden, dass sich Zugangsdienste, deren Geschäftsmodell auf der illegalen Verwertung von urheberrechtlich geschützten Werken beruht, schadensersatzpflichtig machen können. Im konkreten Fall haftet der Zugangsanbieter Aviteo Ltd. als Täter einer Urheberrechtsverletzung der Verwertungsgesellschaft GEMA auf Schadensersatz. „Das Urteil bedeutet für alle Urheber einen wegweisenden Erfolg“, bestätigt Dr. Tobias Holzmüller, Justiziar der GEMA. „Onlinedienste wie UseNeXT sind primär verantwortlich und können sich nicht hinter gesetzlichen Privilegierungen verstecken. Die Richter des LG Hamburg haben mit ihrem Urteil einen wichtigen Präzedenzfall für Schadensersatzansprüche im Bereich der Internetpiraterie geschaffen.“

Zugangssoftware von Sharehostern ist in der Regel so konzipiert, dass Inhalte wie Musik oder Filme mit einer speziellen Software gezielt aufgefunden und dann ohne Berechtigung heruntergeladen werden können. Die Richter des Landgerichts Hamburg stellten in ihrer Urteilsverkündung deutlich heraus, dass Dienste, deren Geschäftsmodell auf dem illegalen Download geschützter Werke basiert, den Rechteinhabern gegenüber in der Pflicht stehen.

Gefahrenquellen für Bankkunden beim Online-Banking
(TRD/CID) Junge Leute nehmen es mit der Datensicherheit nicht immer ganz genau. Beispielsweise geben Bankkunden unter 35 Jahren sensible Bankdaten in aller Öffentlichkeit ein. Unterdessen hat das Online-Banking stark zugenommen – und damit auch die Gefahrenquellen. Online-Banking ist für Bankkunden zum Alltag geworden. Nur noch zwölf Prozent der Deutschen erledigen ihre Bankgeschäfte ausschließlich offline, teilt die Postbank mit. Die starke Nutzung von Smartphone und Tablet hat zum Siegeszug des Online-Bankings einen großen Beitrag geleistet. Immer öfter werden die persönlichen Finanzen daher auch mobil von unterwegs verwaltet – mit sicherheitsrelevanten Folgen.

Jeder Zweite nutzt aus Bequemlichkeit Funktionen wie Autovervollständigungen zur Anmeldung beim Online-Banking oder anderen digitalen Finanzanwendungen wie etwa paydirekt oder PayPal. Knapp ein Drittel der Deutschen tippt sensible Bankdaten im Beisein anderer Personen außerhalb der eigenen Familie ein. In der Gruppe der so genannten Digital Natives unter 35 Jahren tun dies sogar 56 Prozent. Dies sind Ergebnisse der Postbank Digitalstudie, für die 3.100 Bundesbürger repräsentativ befragt wurden.


Die Digital Natives sind es gewohnt, für nützliche Services persönliche Daten preiszugeben, und werfen Sicherheitsbedenken scheinbar besonders schnell über Bord“, sagt Thomas Mangel, Chief Digital Officer von der Postbank. Vielen fehle es inzwischen am Bewusstsein für wirklich sensible Daten, die vor jeglichem Zugriff zu schützen sind.
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