Wenn nach der Mittagspause die Leistungsfähigkeit abnimmt * By (TRD) Pressedienst Blog News Portal 2018

Leichte und gut verdauliche Mahlzeiten mit weniger Kohlenhydraten und Fett als Mittagessen wählen. Danach an der frischen Luft bewegen und etwas Sonne tanken. (Foto: © DHL /TRDgesundheit.)
(TRD/MP) Wenn es um die Mittagspause geht, lieben es die Deutschen richtig deftig. So ist laut Angaben deutscher Cateringunternehmen die Currywurst mit Pommes seit Jahren das beliebteste Kantinenessen hierzulande. Doch egal, wie leicht oder schwer sie ausfällt, viele fallen nach einer Mahlzeit in ein regelrechtes Mittagstief: Sie sind schlapp und können sich nur schwer konzentrieren.

Mediziner nennen diesen Zustand postprandiale Müdigkeit. Für diese kommen verschiedene Ursachen in Frage: Damit Nährstoffe aus der Nahrung aufgenommen werden können, fließt während der Verdauung sauerstoffreiches Blut in den Magen und den Darm. Dieses fehlt währenddessen dem Gehirn – die Leistungsfähigkeit nimmt ab. Fett- oder kohlenhydratreiche Speisen verstärken den Effekt. Bei Menschen, die an Typ 2 Diabetes erkrankt sind und die nach der Mittagspause häufig unter Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Konzentrationsschwäche leiden, kann die Ursache auch ein sehr hoher Blutzuckerwert nach dem Essen sein.

„Ist der Wert dann ungewöhnlich hoch, sprechen wir Ärzte von postprandialen Hyperglykämien oder Blutzuckerspitzen nach dem Essen,“ erklärt Dr. Andreas Liebl, Chefarzt des Diabetes- und Stoffwechselzentrums an der Fachklinik in Bad Heilbrunn. „Unbehandelt können sie langfristig ernsthafte gesundheitliche Folgen haben.

Das tückische an Blutzuckerspitzen nach dem Essen: Sie bleiben oft unbemerkt. Während viele Diabetespatienten den Nüchternblutzucker täglich messen, beachten die wenigsten auch den Blutzucker nach dem Essen. „Der Arzt kann diese Spitzen nur erkennen, wenn Patienten ihren Blutzucker nach dem Essen kontrollieren und ihm die Werte mitteilen,“ betont Dr. Liebl.


Und so kommt man raus aus dem Leistungstief: „Wer Diabetes und den Verdacht hat, dass seine Abgeschlagenheit nach dem Essen auf Blutzuckerspitzen zurückzuführen ist, sollte seinen Blutzucker gezielt ein bis zwei Stunden nach der Mahlzeit messen,“ so Dr. Liebl. Auf dieser Basis kann der behandelnde Arzt die Therapie bei Bedarf anpassen. Zum Beispiel können Patienten moderne Mahlzeiteninsuline einsetzen, um den Blutzucker nach dem Essen noch gezielter zu kontrollieren.

Weitere Tipps gegen das Mittagstief: Leichte und gut verdauliche Mahlzeiten mit weniger Kohlenhydraten und Fett als Mittagessen wählen. Danach an der frischen Luft bewegen und etwas Sonne tanken. Auch gut: Ein kurzes Nickerchen von etwa zehn Minuten, im Anschluss für einen ordentlichen Energieschub den Raum lüften und mit kleinen Stretch-Übungen den Körper neu aktivieren.
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