Ferien am Deich …

Man sagt, es sei die Puppenstube Ostfrieslands … Wohl wahr!
Immer wieder gern verbringe ich die Herbstferien mit der Familie im Fischerdorf Greetsiel. Diesmal waren es die ersten Schulferien meiner Enkelin.

Der pittoreske Ort gehört zur Gemeinde Krummhörn in Niedersachsen, etwa 15 km von Emden entfernt, und hat ca. 1.500 Einwohner.
Begeistert bin ich nach wie vor von den hübschen Giebelhäusern aus dem 17. und 18. Jahrhundert im Ortskern, die für mich deutlich eine niederländische Parallele aufzeigen.
Die Bewohner leben hauptsächlich vom Tourismus und vom Fischfang. Im Hafen liegen aktuell etwa 30 Kutter.
Begeistert bin ich auch von der Weite der umgebenden Landschaft, vom Deich, von der Nähe zum Meer. Gern höre ich zudem die plattdeutsche Sprache. Erinnerungen an die Großeltern werden damit geweckt.

Während unseres Aufenthalts bot der Herbst heuer sein gesamtes Repertoire: Sturm, Regen, Sonnenschein … Trotzdem standen täglich Wanderungen auf unserem Plan.

Bei bestem Wetter marschierten wir über den Deich zum 1890 fertiggestellten Leuchtturm von Pilsum, dem bekannten Wahrzeichen Ostfrieslands in den Farben rot und gelb. Schon lange hat er nicht mehr die Ursprungsfunktion, diente in jüngster Vergangenheit mehrfach als Filmkulisse und bietet seit vielen Jahren ein besonderes standesamtliches ‚Trauzimmer‘ mit Blick auf die Salzwiesen, die den Übergang zwischen Wattenmeer und Deich bilden. Dass man dort anstehen muss, um sich das Ja-Wort zu geben, war von uns vor Ort tatsächlich nachvollziehbar. Die Brautpaare gaben sich sozusagen die Klinke in die Hand.

Viel Interessantes erfuhren wir in der „Nordseestunde“ im Nationalpark-Haus Greetsiel. Der Vortrag war so kurzweilig, dass wir nicht merkten, dass aus einer Stunde zwei geworden waren. Geschickt band die Referentin alle Teilnehmer ein. Vor allem die Kinder fanden es toll, lebende Muscheln, Krebse oder Schnecken in der Hand zu halten. Auf diese Weise lernten wir das reichhaltige Leben des Wattenmeeres, das zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört, kennen. Es handelt sich dabei keineswegs nur um „Matsch“, der ab und zu sehen ist.

Wir „probierten“ vorsichtig echtes Nordseewasser. Es hat einen Salzgehalt von durchschnittlich ca. 3,5 Prozent. Um das nachzuahmen, nehme man 3 Esslöffel Salz auf einen Liter Wasser.
Außer solch speziellen Themenvorträgen bietet der NABU auch Exkursionen ins Wattenmeer, Kutterfahrten mit Schaufischfang, Vogelbeobachtungen, Dorfführungen und last, but not least, die interaktive Dauerausstellung.
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7 Kommentare
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Siegfried Behrens aus Halberstadt | 09.10.2018 | 16:49   Melden
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Waltraud Eilers aus Naumburg (Saale) | 09.10.2018 | 16:51   Melden
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Lothar Wobst aus Bitterfeld-Wolfen | 09.10.2018 | 17:24   Melden
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Peter Pannicke aus Wittenberg | 09.10.2018 | 18:08   Melden
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Lothar Teschner aus Merseburg | 10.10.2018 | 14:47   Melden
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Ralf Springer aus Aschersleben | 10.10.2018 | 17:55   Melden
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Waltraud Eilers aus Naumburg (Saale) | 12.10.2018 | 07:43   Melden
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