Königshütte - Bocksberg - Wasserfall - Talsperre Mandelholz

Gaststätte und Pension "Am Felsen"
 
Kriegerdenkmal auf dem Klingenberg
Elbingerode (Harz): Oberharz | Ich hatte das Glück als Gast an einer Wanderung des Harzklubs Magdeburg teilnehmen zu können. Die Wanderung begann an der Gaststätte und Pension "Am Felsen" in Königshütte. Der kleine Harzort Königshütte ist erst am 1.4.1936 aus dem Zusammenschluss der Orte Königshof und Rothehütte entstanden. Seit dem 1.1.2010 ist Königshütte Bestandteil der Stadt Oberharz. In Königshütte vereinigt sich die aus Schierke kommende Kalte Bode mit der aus Tanne zufließenden  Warmen Bode zur Bode. 
Kriegerdenkmal
Die Leitung der Wanderung lag in den Händen der Wanderfüherin Bärbel Meyer. Zum "Aufwärmen" ging es hinauf zum Katzenberg. Von dort sahen wir in der Ferne bereits ein weiteres Ziel unser Wanderung, den Kliestein auf dem großen Hornberg.. Wir aber wanderten vom Katzenberg  wieder hinunter nach Königshütte. Von dort ging es anschließend den Klingenberg  hinauf bis zum  Gedenkstein für die Opfer der  beiden Weltkriege. Der Gedenkstein ist eingefasst mit einem Musterzaun für die Pariser Weltausstellung von1900. Der Zaun wurde in Rotheshütte gefertigt.
Hüttenwerke
Wie der Name Königshütte(Rothehütte) schon erahnen lässt, bestanden hier mehrere  Hüttenwerke bereits seit Anfang des 15.Jahrhunderts. Da man zum Betrieb der Hütten neben dem Holz bzw. der Holzkohle auch die Wasserkraft benötigte, waren hier im Bodetal günstige Voraussetzungen gegeben. Nur durch die Wasserkraft konnten die dazugehörigen Hammerwerke betrieben und die benötigte Luft des Hochofens, zur Erzeugung des Roheisen, erzeugt  werden. Das dort verwendete Raseneisenerz hatte einen zu großen, für die Eisengewinnung, schädlichen Schwefel- und Kohlensäuregehalt. Durch das sogenannte Rösten bei ca. 1.200° C wurde dieser Schwefelgehalt reduziert. Gleichzeitig wurde das Eisenerz mürbe, sodass es leichter durch ein Hammerwerk auf Nußgröße zerkleinert werden konnte.  Das anschließend im Hochofen gewonnene Eisen konnte nur aufgrund des zu hohen Kohlenstoffgehalt zu Gusseisen verarbeitet werden. Um schmiedbaren und auch schweißbaren Stahl erzeugen zu können, musste das Roheisen nochmals in einem Herdfeuer erhitzt werden. Auf Schmiedehämmer wurde es anschließend  zu Stabeisen weiter verarbeitet. Viele Informationstafeln rings um Königshütte weisen auf die Zeit der früheren Eisenhütten hin. Bis im Jahre 1925 bestand die Rothe Hütte. Anschließend gab es in Königshütte nur noch Gießereien, die sich auf Hartguss spezialisiert hatten.
Kliedenkmal - Wasserfall - Hochwasserschutzbecken Mandelholz
Vom Kriegerdenkmal ging es weiter bergauf bis wir, an größeren Beständen von blühenden Herbstzeitlosen vorbei, zum Kliedenkmal gelangten. Das Denkmal wurde einem 1912 von Wilderen erschossenen Forstlehrling gewidmet. Nach einer dort oben eingelegten Pause wanderten wir hinunter zum Königshüttener Wasserfall.  Erwartungsgemäß war der Wasserfall in diesem Jahr eher ein Rinnsal. Von hier aus war es nicht weit bis zu  unserem letztem Ziel der Wanderung, dem Hochwasserschutzbecken Mandelholz. Auch hier war der Wassermangel aufgrund der Trockenheit deutlich sichtbar. Durch den Wald ging es wieder zurück nach Königshütte. In Königshütte kamen wir auch den aufgestellten Säulen vom Portal der einstigen Rothe Hütte vorbei. Bei bestem Wanderwetter  endete die etwa 9 km lange Wanderung mit einem gemeinsamen Kaffeetrinken. Mein Dank geht an die Wanderleiterin für die vorbildlichen Führung bei dieser schönen Wanderung.
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Lothar Wobst aus Bitterfeld-Wolfen | 13.09.2018 | 10:29   Melden
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