Herbstlicher Wörlitzer Park & Malerin des Klassizismus Angelika Kauffmann zu Gast in Wörlitz

Nächster Termin: 11.07.2018 10:00 Uhr bis 24.10.2018 17:00 Uhr

Wo? Haus der Fürstin, Kirchgasse, 06785 Oranienbaum-Wörlitz DEauf Karte anzeigen
Ausstellung der Malerin des Klassizismus Angelika Kauffmann im Haus der Fürstin in Wörlitz
 
Vom Wörlitzzer See mit wegen "Ebbe" fast verwaister Gondelstation
Oranienbaum-Wörlitz: Haus der Fürstin | Unter der Bezeichnung

Angelika Kauffmann – Unbekannte Schätze aus Vorarlberger Privatsammlungen


gibt es von dieser begnadeten Künstlerin nach 20 Jahren (damals in Düsseldorf und München) erstmals wieder eine größere Kauffmann-Schau im Haus der Fürstin.

Möglich wurde dies dank der Zusammenarbeit der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz insbesondre mit zwei im österreichischen Vorarlberg beheimateten Privatsammlungen. Von den ca. 150 Kunstwerken, vor allem Ölgemälde, Zeichnungen und Druckgraphiken aber auch schriftlichen Dokumente wie Ehevertrag und Testament, werden viele erstmals in einer Ausstellung präsentiert.
Anstoß dafür gab die Johann Joachim Winckelmann Ausstellung, die im vergangenen Jahr gleichfalls im Haus der Fürstin in Wörlitz (dieses private Wohnhaus der Fürstin ist auch als Graues Haus bekannt) vom 17. Juni bis 17. September stattfand.

Leider kann ich keine Fotos von der Ausstellung zeigen, da das Fotografieren in allen klimatisierten Räumen untersagt war. Vielleicht nutzen doch noch Gäste das spätsommerliche Wetter für einen Besuch der Ausstellung. Es ist noch bis zum 21. Oktober möglich – am 14. Oktober 15 Uhr gibt es sogar noch eine Führung mit Kuratorin Bettina Baumgärtel, Leiterin des Angelika Kauffmann Research Projects.
Ansonsten müssen sie der Ausstellung 2019 ins Vorarlberg Museum Bregenz folgen (oder 2020 nach London).
Quelle u.a.: Diese Königin der Kunst

https://www.tagesspiegel.de/kultur/angelika-kauffm...

Wir müssen auch das Bedauern eines Mitarbeiters der Kulturstiftung bekräftigen: Sowohl auf der A9, den Zufahrtstraßen nach Wörlitz und im Park selbst gibt es fast keine Werbung für diese bedeutende Ausstel-lung. Zum Glück hatten wir durch einen kürzlich in der MZ erschienenen Artikel von dieser Ausstellung erfah-ren. In Wörlitz begegneten wir einer Frau die extra wegen Angelika fast 400 km aus Marburg angereist war…

Ebbe in den Wörlitzer Kanälen und auch dem Wörlitzer See

Wenn schon mal da war es selbstverständlich, dass wir bei diesem herrlichen Altweibersommertag noch einen Parkrundgang dranhängten.
Wäre nicht die traumhafte Herbstfärbung vieler Parkbäume gewesen, hätte uns der Schlag getroffen. An vielen Stellen konnte man ganz deutlich erkennen, dass der Wasserspiegel um mindestens einen Meter gefallen ist. Mittlerweise musste deshalb auch die letzte (Amts)Fähre ihren Betrieb einstellen; bei den Wette-raussichten garantiert auch für den Rest des Jahres.

Auf der Insel Stein eine andere Verwunderung – haben hier auf dem Rasen Wildschweine gewühlt? Nein wusste eine Museumsmitarbeiterin zu erklären. Es waren Waschbären, dies sich hier eingenistet haben.
Diese, aber wohl auch Minks, dürften Schuld daran sein, dass es dieses Jahr deutlich weniger Wasservögel gibt. Voriges Jahr gab es noch zwei Schwanenfamilien – Donnerstag haben wir nur einen einzigen Schwan jenseits des Elbdeiches gesichtet.

Vorbei an der von Hochwasserschäden beseitigten Eisernen Brücke (welch Ironie zu diesem Jahr mit einem fast ausgetrockneten Kanal) und der Sonnenbrücke ging es auf den Elbdeich. Hier wunderten wir uns erneut, das auf den extrem steilen Hängen die wenigen Gräser und Kräuter mit einem Roboter gemäht wurden.
Vor den Staubwolken flüchtend gelangten wir neben der Goldenen Urne über die Agnesbrücke zur Weißen Brücke auf Schochs Garten. Aus der Trockenheitsnot eine Tugend machen! Hier waren (wie auch anderenorts) mehrere Bagger im Einsatz aus den fast ausgetrockneten Kanälen Schlamm zu holen – damit wohl im nächsten Jahr die Gondeln leichter durchkommen.

Pfauen stolzierten dieses Mal nicht rund um das Gotische Haus herum. Dafür sahen wir drei hinterm Kuhstall in einer Volliere eingesperrt; gesichert mit einem Starkstromzaun.

Von der Wolfsbrücke sahen wir nur einige wenige Gondeln auf dem Wörlitzer See. Trotz Herbstferien und Bilderbuchwetter waren überhaupt nur wenige Besucher da. Die winzige Insel, die sich im Sommer auf dem See vor dem Schloss gebildet  hatte und mit Stuhl, Tisch und einem Sektkübel dekoriert wurde,  kann mittlerweile mühelos zu Fuß betreten werden.

Da keine der vier Fähren fuhr, hatte ich schon mit dem Gedanken gespielt, Gummistiefel anzuziehen, um trotzdem auf die Roseninsel oder erstmals auf die Rousseauinsel zu gelangen. Aber da hätte ich besser ohne Weibchen unterwegs sein sollen! Zumindest In Neumarks Garten wäre man auch über einen Behelfsdamm neben Eisenhart und Südseepavillon gelangt.
Zuletzt noch über die steile Friederikenbrücke (mit dem Auto wird es mir jedes Mal entwas mulmig), durch den Historischen Eichenkranz zum Parkplatz bei der Sparkasse – und wieder war ein toller Tag rum. Fast zumindest; denn während ich noch auf meine Frau wartete, kaufte ich noch frisches Rehfleisch für das Weihnachtsfest (denn bis zum sehr gut besuchten Weihnachtsmarkt am 1. Advent sollte man da nicht warten…!).
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