Carl Loewe und die Walpurgisnacht

Löbejün (Wettin-Löbejün): Carl-Loewe-Haus | Wettin-Löbejün. Wenn die Hexen den Blocksberg (Brocken) erobern, uralte Zauberformeln singen und ausgelassen um das Feuer tanzen, dann laden geheimnisvolle Wesen zur Walpurgisnacht. Diese Stimmung faszinierte auch den in Löbejün geborenen Komponisten Carl Loewe (1796-1869), der dazu eine Vokal- bzw. eine Instrumentalkomposition schuf.

Im Jahre 1824 komponierte Loewe die „Walpurgisnacht“, op. 2, Nr. 3 nach einem Text von Willibald Alexis (alias Wilhelm Häring). Richard Wagner war ein sehr großer Verehrer gerade dieser Loewe-Ballade, wie aus den Aufzeichnungen von Wagner und Cosima sowie der berühmten Sängerin Lilli Lehmann hervorgeht. Wagner und Loewe pflegten diese Ballade jedoch „Die Hexe“ zu nennen. Der Wagner-Vertraute Felix Mottl orchestrierte später sogar die „Walpurgisnacht“ von Loewe, die dann 1900 bei Bote & Bock in Berlin herausgegeben wurde.

Im Jahre 1833 komponierte Carl Loewe „Die erste Walpurgisnacht“, op. 25, eine Ballade für Singstimme, Chorgesang und Orchester bzw. Pianoforte nach einem Text von Johann Wolfgang von Goethe, die 1833 bei Schlesinger in Berlin erschien. Viele kennen sicher in erster Linie die Mendelssohnsche Komposition.

Die Fotos in der Anlage zeigen einen Frühdruck der „Walpurgisnacht“ sowie eine hörenswerte Aufnahme mit der Sopranistin Gabriele Rossmanith (am Klavier: Cord Garben) aus der Gesamtedition aller Lieder und Balladen von Carl Loewe auf cpo.

Quelle: Carl-Loewe-Museum und Archiv Löbejün
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