Altenburgwarte - St. Wiperti - Weltkulturerbe - Stadt Quedlinburg

Münzenberg
Quedlinburg: Wipertistr. | Da wir durch eine Verwechslung des Treffpunktes in Quedlinburg, nicht an der geführten Wanderung des Harzklub Quedlinburg teilnehmen konnten, machten wir uns selbst, d.h. eine Wanderfreundin und ich auf den Weg zur Altenburg. Hierbei kamen wir auch am Quedlinburgblick vorbei. Da die Sicht fast optimal war, konnte ich diesmal entsprechende Bilder von der Quedlinburg machen.

Wiperti - Friedhof


Nach einer ausgiebigen Wanderung über die Altenburg und den angrenzenden Stadtwald kamen wir an dem Wiperti - Friedhof vorbei. Da dieser Friedhof zusammen mit der St. Wiperti - Kirche seit 1994 Bestandteil des Weltkulturerbe der UNESCO ist, planten wir für eine Besichtigung etwas Zeit  ein. Ich war total überrascht, dass ich auf zwei terassenförmig angelegten Ebenen, Grabkammern bzw. Grüfte vorfand. Diese begehbaren Grabkammern wurden in der Zeit des 30-jährigen Krieges in den vorhandenen Sandstein gehauen. Zusammen mit dem, nur durch die Strasse nach Weddersleben/Warnstedt von dem Wiperti - Friedhof getrennten, Servatii -.Friedhof existieren 68 Grabkammern, davon allein 55 Grabkammern auf dem Wiperti - Friedhof. Diese Grabkammern waren früher nur bedeutenden Persönlichkeiten aus Quedlinburg vorbehalten. Die Grabkammer wurden bereits zum größten Teil restauriert und langfristig an Familien verpachtet.

Kloster und Kirche

Das Wiperti - Kloster wurde im 9. Jahrhundert errichtet. Zur gleichen Zeit erfolgte auch die Gründung der Wiperti - Kirche. König Heinrich I. lies aber diese Kirche zerstören. Nach dem Tod Heinrich I. 936 entstand auf dem Klostergelände der Quedlinburger Königshof, auch Osterpfalz genannt. Er war von 936 bis 1146 der Stammsitz der Ottonen. Die Kirche wurde zur Zeit der Errichtung des Königshofes als dreischiffige kreuzförmige Basilika an der alten Stelle neu gebaut. Um 1090 wurde zusätzlich in die Basilika eine sehenswerte kleine Krypta eingebaut. In der Mitte des 12.Jahrhundert erhielt die Kirche ihr heutiges Antlitz. Während des Bauernkrieges wurde das Kloster 1525 zerstört und 1547 vollständig aufgelöst.
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