Heimatliebe

Quedlinburg: Altstadt | Durch die historischen Gassen über dunkelblaue, glatte Steine wandeln. Hinter jeder Ecke ein neues, besonderes Haus entdecken, schief und lebendig. Eine Wärme, die Architektur nur dann ausstrahlen kann, wenn sie Geschichte hat, wenn sie mit Händen gestaltet und vom Leben seiner Bewohner geformt wurde.
Da ist Holz mit Schnitzereien, da ist Lehm und Stroh. Da sind Farben und Muster und weiche Linien. Und da ist ein Flüstern, das man nur mit dem Herzen hört.
Inmitten meiner alten Stadt leben Menschen, die ihre Heimat als Denkmal verstehen. Wir wollen erhalten und pflegen, jedoch nicht steril konservieren. Wir halten schützend unsere Hände über das Vermächtnis unserer Vorfahren, wir wissen es zu schätzen.
Ein Zuhause ist da, wo wir uns geborgen fühlen, wohin wir immer wieder zurückkehren, wo wir alle Straßen kennen und lieben, wenn auch nicht zu jeder Zeit. Ein Zuhause, wie eine alte Freundin aus Kindertagen, die ihre Macken und Ansichten hat, mit der wir uns zoffen und wieder vertragen, die uns auf allen Wegen begleitet und deren Echtheit wir nicht missen wollen. Wir umarmen sie auch nach Jahren, in denen wir sie aus den Augen verloren haben, denn sie ist es, die uns nicht enttäuschen kann.
Sie war und ist da; selbst wenn ihre Fassade rissig und ihr Dach grau geworden ist, erkennen wir in ihr immer noch die gute Seele von immer.
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