Schafbrücke - Altenburgwarte - Gesichtsstein - Eselstall

vor der Schafsbrücke erfolgt der Zusammenfluß vom Dammbach und Bode(rechts)
Quedlinburg: Altenburg | Der Treffpunkt der Wandergruppe des Harzklubs Ballenstedt war die Schafbrücke in Quedlinburg. Wassertechnisch gesehen ist dies eine interessante Stelle. Denn hier fließt der, aus dem Hochmoorgebiet Ramberg, unterhalb von Friedrichsbrunn, entspringende Quarmbach mit der Bode zusammen. Unmittelbar daneben wird der durch Quedlinburg durchfließende Mühlgraben, über ein Wehrsystem, von der Bode aus gespeist.Nach Überquerung der Straße Unter der Altenburg ging es hinauf zur Altenburg, einen bewaldeten Höhenzug. Auf halben Weg kamen wir an 2 Lüftungsschächten vorbei. Sie wurden angelegt, um die feuchte Luft, aus den, unterhalb der Altenburg befindlichen Höhlen, abzuleiten. Während des II. Weltkrieges wurden die Domschätze aus Quedlinburg und Halberstadt in diesen Sandhöhlen eingelagert. Da trotz Sonnenschein Ferndunst am ganzem Tag vorherrschte, konnten wir am Quedlinburger Ausblick, der sich unterhalb der Altenburgwarte  befindet, den Ausblick nicht richtig genießen.

Altenburgwarte, Gesichtsstein und Steinkreis

Das nächste Ziel, die Altenburgwarte, war nach wenigen Metern erreicht. Diese Warte gehörte zu dem mittelalterlichen Wehrsystem der Stadt Quedlinburg. Nach einer kurzen Pause ging es in Richtung Gesichtsstein weiter. Dafür verließen wir den Hauptweg um zum Hüttenweg zu gelangen. Auch hier war die Sicht auf Quedlinburg sehr eingeschränkt. Bevor wir zu dem Gesichtsstein gelangten, kamen wir an den Schösserköpfen vorbei. Hier soll sich nach Ansicht mehrerer Heimatforscher, wie des Quedlinburger Uhrmachers Yxem, ein frühzeitlicher Steinkreis befunden haben. Er soll die beachtliche Größe von 105 x 150 m gehabt haben, In der Mitte soll ein 3,5 m hoher behauender Sandstein gestanden haben. Andere Autoren vermuten diesen Steinkreis weiter westlich auf der Eselstallwiese vor der ehemaligen Gaststätte Eselstall. Am Gesichtsstein angekommen, konnten wir, mit etwas Fantasie, erkennen wie der Stein zu seinem Namen kam.

Eselstall, Baumzwillinge und Panoramaweg

Vom Gesichtsstein wanderten wir weiter  zu dem Waldgebiet mit dem Namen Eselstall. Nach der Besichtigung der Grundmauern, von der schon erwähnten  Ausflugsgaststätte Eselstal, legten wir, an einem Rastplatz, eine weitere Pause ein. Sehenswert sind auch die in der Nähe befindlichen siamesische Baumzwillinge. Hier sind zwei, ca. 3 m weit auseinander stehenden, Kiefern durch einen starken Ast miteinander verbunden. In einem großen Bogen erreichten wir dann den Waldrand mit Sicht auf Warnstedt, Weddersleben, der Teufelsmauer und den Harzbergen. Leider war auch hier durch den Dunst die Sicht stark eingeschränkt. Auf diesem Panorama - Weg am Rande des Stadtwaldes von Quedlinburg kamen wir auch an den, durch Pingen und tonhaltigen Schichten, entstandenen Seerosenteich vorbei. Die Spuren des Sturmtiefs Friederike waren auf dieser Wanderung nicht zu übersehen. Ein besonderer Dank geht an den Leiter der Wanderung Dr. Wolfgang Pohler, der kurzfristig, für einen erkrankten Wanderführer, eingesprungen war.
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2 Kommentare
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Wolfgang Erler aus Sandersdorf-Brehna | 13.02.2018 | 17:03   Melden
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Gisela Ewe aus Aschersleben | 13.02.2018 | 21:04   Melden
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