15. Juli / 17.00 Uhr Orgelkonzert von Jiri Kocourek

Wann? 15.07.2018 17:00 Uhr bis 15.07.2018 18:00 Uhr

Wo? Stadt- und Klosterkirche, Pestalozzistraße 2, 06796 Sandersdorf-Brehna DE
 
Jiri Kocourek (Foto: Kocourek)
Sandersdorf-Brehna: Stadt- und Klosterkirche | Wir, die Mitglieder des Fördervereins Stadt- und Klosterkirche Brehna, freuen uns am 15.Juli 2018, um 17.00 Uhr auf ein Orgelkonzert von Jiri Kocourek, dem künstlerischen Leiter der Ogelbaufirma "Eule Bautzen".
Herr Kocourek entdeckte unsere Wäldner-Orgel. Er, der ein fundierter Orgelhistoriker ist, ließ uns Erstaunen, welch ein Kleinod wir in der damals nicht mehr spielfähigen Orgel, haben.
Nachdem es uns dank eines Spenders möglich wurde, diese Orgel durch die Orgelbaufirma "Eule Bautzen" im Jahr 2015 sanieren zu lassen, ist es uns ein Bedürfnis nun schon im 3. Jahr Orgelkonzerte durchzuführen.
Eine besondere Freude ist es, dass Herr Kocourek nun auch selbst nicht nur spielen, sondern um 15.30 Uhr vor dem Konzert eine Orgelführung durchführen wird.

Herr Kocourek war Sänger im Dresdener Kreuzchor, danach studierte er Wirtschaft in Leipzig und lebt nun in Dresden.
Jiri Kocourek beschäftigt sich bereits seit 1984 intensiv mit Orgelbau und Orgelmusik. Er befasst sich mit Orgelforschung, insbesondere mit der Bestandserfassung der Orgellandschaft Sachsen sowie mit der Erforschung des Schaffens einzelner Orgelbauer der angrenzenden Bundesländer sowie Böhmens und Schlesiens.

Kocourek verfasste etliche Publikationen, u. a. im Jubiläumsbuch A. Voigt-Orgelbau Bad Liebenwerda, den Mitteilungen der sächsischen Silbermann-Gesellschaft, im Thüringer Orgeljournal und in verschiedenen Festschriften.
Der Experte berät bei Orgelrestaurierungen, hält Vorträge, unternimmt Orgelführungen, schreibt Konzertrezensionen und gestaltet eigene Orgelkonzerte.

Herr Kocourek beschreibt den Hallenser Orgelbauer Friedrich Wilhelm Wäldner so: "Wäldner baute seine Orgeln traditionell: mit mechanischer Spieltraktur, Schleifladen und Keilbälgen." Bei der Beschreibung der Brehnaer Orgel fügte er sogar hinzu „ganz nach Silbermannscher Bauart“. Äußerlich sind für seine Orgeln die Prospekte im Stil des ausgeprägten Klassizismus typisch. Obwohl nur 16 kleine und mittelgroße neue Orgeln von ihm bekannt sind, hat Wäldner in seiner Zeit den Orgelbau weit über den Saalkreis hinaus entscheidend geprägt.

Programm:
"Sommerliche Orgelmusik" an der frühromantischen Orgel von Friedrich Wilhelm Wäldner von 1835, in der Stadt-u. Klosterkirche Brehna

Praeludium C-Dur Johann Peter Kellner (1702 - 1772)

Concerto G-Dur (aus dem Husumer Orgelbuch) Christoph Wolfgang Druckenmüller (1687-1741)

Cantabile a-moll Karl Gottlieb Umbreit (1763 – 1829)

Praeludium (Adagio F-Dur) “mit Flötenregistern“ Christlieb Siegmund Binder (1723 - 1789)

„Orgelsinfonie zum Ausgang“ Johann Gotthilf Tag (1735 - 1811)

Ein musikalischer Scherz: Wenn Mozart „Geh aus mein Herz und Gottfried Fischer (* 1924) suche Freud“ komponiert hätte (1989) – Variationen über die Strophen 1- 5, 11

Tonstück in C-Dur aus opus 22 Nr. 3 (Leipzig 1851) Niels Gade (1817 - 1890)

Consolation Des-Dur („Tröstung“) Franz Liszt (1811 - 1886)

Pastorale G-Dur Hermann Schellenberg (1816 - 1862)

Marcietta F-Dur (aus „Sept Pièces pour Orgue“ 1898-1900) Theodore Dubois (1837 - 1924)

„Abendlied“, aus den Duetten opus 85, bearbeitet für Orgel Robert Schumann (1810 - 1856)

Nachspiel bei frohen Festtagen C-Dur (1848) Johann Peter Heuschkel (1773 - 1853)

An der Wäldner-Orgel: Jiri Kocourek, Dresden


i.A. des Fördervereins A. Schlesinger
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