Welterbe Landschafts-Bergpark Wilhelmshöhe und die historischen Wasserspiele

Nächster Termin: 23.09.2018 14:30 Uhr bis 21.10.2018 16:30 Uhr

Wo? Welterbe Landschafts-Bergpark Wilhelmshöhe, Wilhelmshöher Allee 380, 34131 Kassel DEauf Karte anzeigen
Welterbe Landschafts-Bergpark Wilhelmshöhe
 
Schloss Wilhelmshöhe, Ostseite - links mit Weißensteinflügel und rechts Schlosskapelle und Café
Kassel: Welterbe Landschafts-Bergpark Wilhelmshöhe | Wenn das Wasser in den Reservoirs trotz der Trockenheit des Sommerhalbjahres noch reicht, werden die Wasserspiele (früher Wasserkünste genannt) am 3. Oktober zum letzten Mal dieses Jahres in Europas größtem Bergpark angestellt.

Schließlich durchlaufen bei jeder Vorstellung normalerweise 750 m3 Wasser (!!!) allein durch natürliche Speicherung und natürlichen Druck alle Stationen.

Extra deswegen lockte es uns bei märchenhaftem Sommerwetter am Mittwoch, den 5. September, dahin.

Noch vor 9 Uhr bekamen wir mühelos auf dem Besucherparkplatz unterhalb des Schlosses Wilhelmshöhe einen Platz.
Dann stiefelten wir zu Fuß den Berg hoch; zunächst bis zum Schloss (283 m ü. N. N.).
Hier warfen wir einen ersten Blick in die Gemäldegalerie Alte Meister. Sie kann auf eine über 500-jährige Geschichte zurückblicken. Obwohl fotografieren strengstens untersagt war, durfte ich aus Fenstern ein paar Fotos vom Park und von Kassel schießen.
Da das Museum mittwochs bis 20 Uhr geöffnet hat, einschließlich der Sonderausstellungen »Druckgraphik unter die Lupe genommen« (23. August bis 25. November 2018) und
"250 Jahre Antikensammlung" (seit 14. Juni 2018, hoben wir uns noch einiges für den späten Nachmittag auf.

Denn vor den Wasserspielen ab 14 Uhr mit erwarteten mindestens 6000 Besuchern (wegen der oft fast tropischen Hitze im Sommer holten einige erst jetzt den Besuch nach), wollte ich die Landschaftsparkanlage etwas „in Ruhe“ erkunden.
Im Zickzack wanderten wir von einer Sehenswürdigkeit zur anderen. Mit Ausnahme des „Kleinen Lac“, des „Jussow Wasserfalls“ und des „Fontänenteichs“ natürlich noch weitgehen wasserfrei.
Auch am 1943 beschädigten „Neuen Wasserfall“ vorbei, der mittelfristig wieder saniert werden soll.

Zur Orientierung für potentielle Besucher empfehle ich folgende Übersichtsdatei:
Oder auch mein Auch die

Da wir aber unbedingt an der

Sonderführung von 13.30 bis 16 Uhr „Wasserspiele und Herkules“

(Zusätzlich zu den Wasserspielen mit Besuch des „Herkules Bauwerkes) teilnehmen wollten, wurde die Zeit knapp.
Vorbei an der wegen dringender Sanierungsarbeiten an den barocken Kaskaden nur rechts begehbaren 539 Treppenstufen, hasteten wir vom Neptunbecken nach oben und erreichten gerade noch rechtzeitig den Treffpunkt am Kassenbereich Besucherzentrum Herkules.
Bei so einer sachkundigen Führung erfährt man im Schnelldurchlauf vieles, was man sich kaum anlesen kann.
Hier ein Videomitschnitt: zum Herkules
Als er endlich die 12 von den Göttern gestellen Aufgaben erfüllt hatte, war er schon über 60 Jahre alt!

Trotzdem waren wir die Einzigen unserer Gruppe, die zusätzlich vom Neptunbecken kommend noch die 350 Stufen (Summe mind. 885) vom sogenannten Riesenschloss (Oktogon) und darüber einer Pyramide bis fast zu den Füßen Kupferstatue des Herkules schaffte. Doch durch die Glasscheiben wurden wir mit einem grandiosen Fernblick über die 1,5 Kilometer langen Kaskadenanlage und Kassel bis zum Hohen Meißner belohnt.
Von diesen 596 Höhenmetern erwartete uns nun also wieder ein langer Abstieg nicht nur wegen der 885 Treppenstufen bis zu unserem Parkplatz im Tal.

Mittlerweile hatten sich auf der gesamten Strecke der „Wasserkünste“, wie sie auch genannt werden eine Menge Interessierte eingefunden.

Wir wollten den Beginn der Wasserspiele nicht am Artischokenbecken mit seinen krummen Kaskaden erleben, sondern eine Ebene tiefer beim Riesenkopfbecken. Auch wenn wir uns nur langsam treppab bewegten, beruhigte uns unsere Gästeführerin, ausgerüstet mit einem Fähnlein, damit wir sie nicht aus den Augen verlieren.
Pünktlich 14.30 Uhr" bliesen links ein Faun" und rechts ein "Zentaur" in ihr Horn (auch das Tönen der Hörner wird durch natürlichen Wasserdruck erzeugt) und gaben so das Signal zum Beginn der Wasserkünste.
Während das erste Wasser die Kaskaden runterplätschert speit der steinerne Kopf des Giganten Encelados seinem Bezwinger Herkules eine zwölf Meter hohe Wasserfontäne entgegen.

Stellvertretend für eine weitere ausführlicher Beschreibung will ich nur die einzelnen Stationen der Wasserspiele erwähnen und mit einem sehr kurzen Video unterstreichen.

Stationen der Wasserspiele


• 1. Beginn am Herkules - 14.30 Uhr

• 2. Kaskaden - 14.40 Uhr

• 3. Steinhöfer Wasserfall - 15.05 Uhr

• 4. Teufelsbrücke - 15.20 Uhr

Wildwasser zum Aquädukt

• 5. Aquädukt und Peneuskaskaden - 15.30 Uhr (siehe Fotos)

• 6. Höhepunkt am Fontänenteich - 15.45 Uhr

Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass man dieses Schauspiel über ca. 90 Minuten etappenweise erleben kann. Nur dadurch, dass Mitarbeiter (man sah sie teilweise dabei) durch das Ziehen von 8 Schiebern die einzelnen Inszenierungen so wie früher steuern können (bei Bedarf auch Stationen aussparen können).

Nur so waren wir teilweise schneller als das Wasser und konnten erleben wir aus einem Rinnsal ein reißender Bach wurde.

Krönenden Abschluss fanden die Wasserkünste in der 52 Meter hoch aufsteigenden Fontäne.
Die höchste der Welt (ohne zusätzliche Pumpen). Um die Fontäne in Form eines Geysirs aufsteigen zu lassen, muss der Fontänenkopf verschlossen und die Leitung aus dem 80 Meter höher gelegenen Fontänenreservoir mit Wasser gefüllt werden. Erst wenn die Leitung vollständig gefüllt ist, wird durch einen Mechanismus ein Deckel gelöst.
Siehe auch : Wasserspiele im Bergpark Wilhelmshöhe
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Waltraud Eilers aus Naumburg (Saale) | 27.09.2018 | 08:15   Melden
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