Märchenhaftes Weserbergland ③ Naturpark Solling-Vogler

Hochsollingturm im Naturpark Solling-Vogler
 
am LiebesBankWeg bei Silberborn
Als nächste Etappe im Naturpark nahm ich bei Silberborn den sogenannten LiebesBankWeg ins Visier.
Wir waren aber ziemlich enttäuscht. Außer einem eingeritztes Herz konnten wir auf den von uns entdeckten Holzbänken nichts Liebenswertes entdecken.
Da es sich an diesem 3. September aber unerwartet erst eintrübte und dann zunehmend Regen einsetzte, brachen wir die Runde vorzeitig ab.
Am Wanderweg fiel uns aber ein unweit gelegener Aussichtsturm auf, trotzdem nichts wie hin (dummerweise hatten wir die Regenausrüstung im Auto gelassen).
Es stellte sich heraus, dass es der 1992 fertiggestellte Hochsollingturm war, in 510 Metern Höhe am Rande des Moosberggipfels gelegen
Vor allem am Abend, wenn im Westen die Sonne hinter dem Köterberg untergeht, soll sich ein Besuch dieses sehr imposanten, 33 Meter hohen Holzturmes lohnen.
So mussten wir uns vom Turm mit der verregneten Aussicht auf die "Silberborner Bergwiesen" begnügen.
Wenigstens konnten wir wieder am Auto wenigstens unsere völlig durchnässte Oberbekleidung wechseln.

Zum Aufwärmen fuhren wir zum Solling Besucherzentrum WildparkHaus. Doch da hörte der Regen urplötzlich auf. Da wir das Besucherzentrum schon gut kannten und das "Café-Bistro Rotwild" zum Montag geschlossen hatte entschlossen wir uns zu einem dritten Besuch des Wildparks.
Und wie schon bei einem früheren Artikel berichtet
Den Wölfen auf die Schnauze geschaut“
wurde es wieder eine erlebnisreiche große Runde. Jedenfalls brauchten wir für die nur 2,5 km wieder 90 Minuten.
Etwas Neues gibt es seit dem 8. Juni gleich im Eingangsbereich der Walderlebniseinrichtung zu bestaunen was wir in dieser Weise noch nie gesehen hatten, nämlich ein

Ameisenschaugehege (Formicarium)

Ein komplettes Ameisenvolk wurde aus dem Harz in den Solling umgesiedelt. Es hatte nahe Torfhaus eine Wanderschutzhütte besiedelt und vollständig besetzt. Die Hütte war nicht mehr für Wanderer nutzbar.
Das Hügelnest und die Insekten sind geschützt von durchsichtigem Plexiglas. Wildpark-Besucher können aus nächster Nähe die Ameisen bei Nestbau oder Nahrungssuche, bei Bestattungen oder Wachdienst beobachten.
Gleichzeitig ist an mehreren Schautafeln Hochinteressantes über Ameisen zu lesen.
Wer weiß beispielsweise schon , dass die Biomasse aller Ameisen der Erde, der aller Menschen entspricht???
Quellen:
Große Bühne für kleine Lebenskünstler
Ameisenschaugehege im Wildpark Neuhaus der Niedersächsischen Landesforsten eröffnet

Der Park selbst verwöhnt mit einer Mischung von ausgedehnten Mischwäldern, bergigen Anhöhen und Wiesentälern. Was mir besonders gefiel sind die zwei Freigehege wo man sich ohne Zaun vorsichtig an Damwild, Sikawild und Mufflons heranpirschen kann; vorausgesetzt die trotz sicher vieler Besucher immer noch scheuen Tiere dulden es. Ich wurde jedenfalls ständig argwöhnisch beobachtet, ehe sie sicherheitshalber auf Distanz gingen. Dagegen wurde man von dem beachtlichen Rudel an Wölfen und eine Rotte von Wildschweinen nur durch einen hohen Elektrozaun beäugt.
Interessant wäre sicher auch eine Vorführung in der Falknerei im Wildpark Neuhaus gewesen, doch Montag Ruhetag. Zumal inzwischen die Falknerei auch zum Weltkulturerbe erklärt wurde.
Am Ende unseres Rundganges konnten wir wenigstens noch drei scheue Luchse erspähen und den zwei Fischottern bei der Fütterung zusehen; bevor es zum letzten Tagesziel ging, der
Lebensraumroute - Das Hochmoor Mecklenbruch (kleine Runde).
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