Von den Zwergenlöchern ins Himmelreich

das Zwergenloch Zwergenkirche am Karstwanderweg am Sachsenstein
 
(Foto: https://www.outdooractive.com/de/wanderung/harz/17-07-08_kloster-walkenried-karstwanderweg-sachsensteinklippen-hwn-192-166/113045150/#dmdtab=oax-tab1)
Walkenried: Röseteich | Walkenried am 31.10.2017
Zunächst der erste Teil:

Gipskarstwanderung im Südharz – Rund um die Walkenrieder Klosterteiche

Diese in vielerlei Hinsicht außerordentlich interessante ca. dreistündige Ringwanderung westlich von Walkenried führte uns gleich entlang dreier Wanderwege:
• Harzer Grenzweg
• Karstwanderweg
• Höllsteinklippenweg
Laut ROTHER Wanderführer soll sie auch eine der lieblichsten Harzwanderungen sein.
Von Ellrich kommend passierten wir auf der Landstraße die Landesgrenze zwischen Thüringen und Niedersachsen und querten damit schon einmal der Harzer Grenzweg.
Wir starteten aber von einem kleinen Parkplatz am Röseteich, nahe Bahnhof Walkenried. Der Höllsteinklippenweg (gleichzeitig auch Karstwanderweg ) führte er uns sogleich in einen teils urwaldartig unberührten Laubwald. Gleich zu Beginn wurde auch wegen gefährlicher Steilabstürze vor dem Verlassen der Wege gewarnt.
Trotzdem gab es von den Höllsteinklippen noch genügend Möglichkeit für einen Blick auf die verträumten Teiche.
Unübersehbar am Wege eine 850 Jahre alten monumentalen Stieleiche (Quercus robur) vorbei, im Volksmund „Sachseneiche“ genannt. Der Stammumfang in 1,30 m Höhe soll 5,71 m betragen; wegen des Geländes habe ich nicht nachgemessen.
Nun hätte man schon rechts abbiegend nach Walkenried zurückwandern können.
Doch wir halten uns links auf dem Harzer Grenzweg Richtung Helbing-Hütte. Hier befindet sich auch die Stempelstelle Nr. 166, die Bestandteil der Themennadel „Harzer Grenzweg“ ist.
Von hier aus ist es nur ein kurzer Abstecher von ca. 100 m zu den

Sachsensteinklippen am Sachsenstein

.
Dieser ist das bekannteste und markanteste Felsmassiv im südlichen Harzvorland südlich und südöstlich von Bad Sachsa.
Von der etwa 1000 m langen und beinahe bis zu ca. 30 Meter senkrecht aufragende Steilwand der Sachsensteinklippen hat man einen grandiosen Blick über die sanft-hügelige Vorharzlandschaft mit dem Uffetal. Auf den Klippen hätten man weiter zur den Resten der Sachsenburg und Bad Sachsa wandern kön-nen.
Doch wir liefen zurück auf dem Karstwanderweg. Weiter in Richtung Affenteich und Walkenried wurde es geologisch hochinteressant. Meist direkt am Wanderweg tauchten sie vor uns auf, die sogenannten

"Zwerglöcher"

„In der Südharzer Gipslandschaft werden kleine Quellungshöhlen auch als "Zwerg"- oder "Zwergenlöcher" bezeichnet. Hierbei handelt es sich um Quellungshöhlen, d.h. blasenartige Hohlräume unter Gips- und Anhydritschichten, die durch Volumenzunahme bei der Umwandlung von Anhydrit in Gips durch Aufwöl-bung nach oben entstanden sind. Sie treten weltweit sehr selten auf, können örtlich jedoch häufig vorkommen. Es handelt sich hier bekannteste Vorkommen in Europa. Zwischen Höllstein und Sachsenstein treten "Zwerglöcher" auf einer Fläche von weniger als einem Quadratkilometer zu Dutzenden auf.“
Quelle:
Die "Zwerglöcher" bei Walkenried am Südharz

Auf einen Abstecher zur Ruine der kleinen Sachsenburg verzichtete ich, denn ich hatte noch Nachmittagspläne.
Entweder nochmalige Besichtigung des unbedingt sehenswerten Zisterzienserklosters Walkenried oder eine Ringwanderung zum „kleinen“ Hexentanzplatz im „Himmelreich“ - nun östlich von Walkenried.
Wofür werde ich mich an diesem nun endlich trockenen Herbsttag wohl entschieden haben…
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Siegfried Behrens aus Halberstadt | 30.11.2017 | 11:25   Melden
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