Quittenbrot in den Stiefel des Nikolaus?

Quittenbrot in den Stiefel des Nikolaus?
Darf ich (m)ein etwas kraft- und zeitraubendes Rezept verraten?
Für mich schon ewig bekanntlich, enthalten ganz besonders das Kerngehäuse, aber auch die Schalen, sehr viele Gelier- und Aromastoffe und werden deshalb von mir mindestens zweimal in Zitronenwasser ausgekocht. Den schon fast gelartigen Saft davon verwende ich zur Weiterverarbeitung; entweder für Quittengelee oder um Fruchtstücke darin zu garen.

Blankes Wasser ist bei mir fast tabu!

Wie schon in meinem Artikel beschrieben gibt es für die gekochten Quittenstückchen vielfältige Verwendungsmöglichkeiten. Beispielsweise für

Quittenkonfekt, auch Quittenbrot oder Quittenkäse genannt

Vor Jahren, als ich mir noch die Mühe machte, das entkernte Fruchtfleisch über eine Zentri-fuge zu entsaften habe ich dafür sogar auch den Trester verwendet.
Nun verwende ich dafür nur noch (geviertelte und möglichst vorher geschälte) Quitten.
Diese werden in aus dem von ausgekochtem Kerngehäuse (unbedingt mit Kernen!) und Schalen gewonnenen Saft mit Gewürzen weichgekocht.
Als Gewürze nehme ich Schale und Saft von Zitronen, Ingwer, Kardamom, Zimt und wahlweise weitere wie Nelken und Vanille.
Das Fruchtmark passiere ich durch eine „Flotte Lotte“

Die Weiterverarbeitung überlasse ich meist meiner Frau als Hobbyköchin. Das fertige Fruchtmus wird mit bis der gleichen Menge Zucker versetzt, aufgekocht und eingeengt. Es muss unter ständigem Rühren erfolgen damit nichts anbrennt.
Wer will könnte noch wahlweise geraspelte Haselnüsse, Kokosflocken oder Mandeln zuset-zen. Doch wir verzichten darauf- nur dadurch sieht das Endprodukt fast wie Gummibärchen aus.
Die eingedickte, zähflüssige Masse wird auf mit Backpapier ausgelegte Edelstahlbleche gestrichen (1 -2 cm dick) und getrocknet. Wer es eilig hat kann das im Ofen tun – wir tun es über mehrere Tage auf einem Heizkörper.
Danach wird die fast lederartige Masse von meiner Frau Rauten artig zerschnitten, mit Zucker bestäubt und luftdicht in Gläsern aufbewahrt.

Zur Erläuterung habe ich mir erlaubt die einzelnen Arbeitsschritte auch etwas grafisch darzu-stellen, hoffentlich verständlich.
Zur Nachahmung empfohlen und dann „Guten Appetit“!
Nachdem fast alle vier Ansätze in Geschenktütchen abgefüllt sind, habe ich gestern Abend den hoffentlich letzten Ansatz gestartet.
Fast das gleiche Rezept entdeckten wir übrigens in der Zeitschrift“ kraut&rüben“ 12/2017; Seite79.
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Ralf Springer aus Aschersleben | 06.12.2018 | 01:27   Melden
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