Abkühlung im Historischen Kloster Dobbertin

Kloster Dobbertin - Südfassade der Kirche
  Dobbertin: Kloster Dobbertin | Nach unserem Besuch in Güstrow machten wir auf der Rückfahrt zu unserem Urlaubshotel noch einen hochinteressanten Zwischenstopp, nämlich beim

Benediktiner Kloster Dobbertin

Es ist eine der schönsten noch erhaltenen Klosteranlagen Mecklenburgs. In reizvoller Landschaft, malerisch am Ufer des gleichnamigen Sees gelegen, eingebettet in eine Parkanlage, weitreichende Felder, Wiesen und Wälder der Schwinzer Heide, strahlt das Kloster noch heute den Zauber harmonischen Bauens aus. Die doppeltürmige Kirche ist als Wahrzeichen weithin sichtbar.
Mit seinen historischen Gebäuden und seinen wunderschönen Außenanlagen ist Kloster Dobbertin heute ein beliebtes Ziel für Ausflügler und Kunstfreunde. Bis zu 30.000 Besucher kommen jährlich zum Kloster Dobbertin.

Um 1220 gegründet, besteht es nun schon fast 800 Jahre. Von Fürst Borwin I. den Mönchen des Benediktinerordens gestiftet, zogen schon 1234 Nonnen des gleichen Ordens ein.

Am 1. Juli 1991 hat die Diakoniewerk Kloster Dobbertin GmbH die Trägerschaft für den Gesamtbereich Kloster Dobbertin von der damaligen Bezirksnervenklinik Schwerin übernommen. Hier ist auch die Theodor Fontane Schule, eine evangelische Förderschule für geistig beeinträchtigte Kinder mit Wohnheimanschluss untergebracht.
Die Kirche befindet sich weiterhin im Eigentum des Landes Mecklenburg- Vorpommern. Von 1991 bis zum Sommer 2006 wurden auch hier sehr umfangreiche Sanierungsarbeiten durchgeführt. An den Außenfassaden werden derzeit weitere Arbeiten durchgeführt.
Noch viel mehr Wissenswertes findet man auf den Seiten Diakoniewerk Historisches Kloster Dobbertin und natürlich auch auf Wikipedia.

Bei ca. 30 °C Außentemperaturen war die Besichtigung der kühlen Klausurräume und der Kirche natürlich ein Hochgenuss. Ich beneidete fast die Künstler, die im Inneren der Kirche mit Restaurierungsarbeiten beschäftigt waren. Trotzdem hatte man weitgehend ungehinderten Zutritt.

Abschließend besuchten wir noch das Kloster-Café im Brauhaus. Das Café wird von behinderten und nicht-behinderten Mitarbeitern gemeinschaftlich bewirtschaftet. Man konnte hier eine Kaffee-Pause mit frisch gebackenem Kuchen, leckeren Kaffeekreationen, erfrischendem Eis einlegen oder eine der leckeren Speisen aus der Brauhausküche genießen. Auf eine Verkostung des nach einer alten Rezeptur gebrauten Rotbieres verzichtete ich lieber, denn es wurde nur in 0,75-Literflaschen ausgeschenkt. Da tat es ein alkoholfreies Radler der Lübzer Brauerei auch.

Eine interessante Geschichte Vom Durstlöschen am Kloster fand ich nun heute noch im Internet. Hier ein ganz kurzer Auszug:
„…Das Klosteramt Dobbertin musste sich auch um die Versorgung der Klosterdamen und Mitarbeiter Gedanken machen. Schon frühzeitig gab es eine eigene Brauerei, deren Erzeugnisse sehr begehrt waren.

In der Klosterordnung von 1610 wird jedoch der übermäßige Verbrauch von Brot und Bier in den Klöstern von Dobbertin und Malchow kritisiert…. Auch die Menge an Bier wird nunmehr begrenzt: „… dann auch jeder Domina alle vier Wochen, zwey Tonnen Bier, eine halbe Tonne schwach Bier, … Eine Tonne entsprach damals reichlich 100 Litern. „

Mit etwas mehr Muße hätte man auf dem Dobbertiner See auch noch eine Rundfahrt machen können oder Baden gehen. Also lohnte sich ein Wiederkommen!
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Manfred Wittenberg aus Nebra (Unstrut) | 22.08.2018 | 19:55   Melden
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