Unterwegs in einem etwas anderen Bodeta,l der KANAL - BODE

Eingang zum Schloss Hohenerxleben
Staßfurt: Hohenerxleben | Das Schloss Hohenerxleben war Start und Ziel einer Wanderung des Harzklub Ballenstedt. Von 1466 bis heute, mit der Unterbrechung von 1945 bis nach der Wende, ist das Schloss im Besitz der Adelsfamilie von Krosigk. Von dem auf einer Anhöhe gelegenen Schloss ging es durch den Schlosspark zum rechten Bodeufer hinunter. Durch einen Landschaftspark gelangten wir zu einem mächtigen Viadukt über die Bode und den Bodeauen. Es handelt sich hierbei um die 1879/80 errichtete Kanonenbahn. Nach dem Rückbau der Gleisanlagen kann sie heute als Straße genutzt werden. Nicht weit war es zur nächsten Brücke, der Autobahnbrücke der A 14 über die Bode.


Kanal - Bode

In Sichtweite der Autobahnbrücke gelangten wir zur ersten Brücke über den, von 1905 bis 1907 errichteten 1,2 km langen, Umflutkanal der Bode. Er sollte den Ort Neugattersleben, mit seinem Schloss und den Parkanlagen, vor dem Hochwasser  der Bode schützen. Damit das alte Flussbett der Bode mit seinen beiden Armen auch bei Niedrigwasser der Bode weiterhin mit Wasser versorgt wurde, hat man beim Bau des Kanal gleich  ein Walzenwehr installiert. Durch dieses Wehr war es möglich, einen Rückstau in der Kanal - Bode zu erzeugen, damit das Wasser bei Niedrigwasser der Bode nicht alles über den Umflutkanal abfließen kann. Dies scheint jahrzehntelang funktioniert zu haben, denn sonst wäre es nicht möglich gewesen, dass die Neugatterslebener Wassermühle, am Altarm der Bode gelegen, mit einer Francis - Turbine seit 1922 Gleichstrom für sich und den ganzen Ort erzeugt hat. Zu Kriegsende wurde das Wehr zerstört. Bei einer niedrigen Wasserführung der Bode, wie es zur Zeit der Fall ist, gelangt dann fast kein Wasser in den alten Bodearmen. Vom Institut für angewandte Gewässerökologie wurden mobile Schlauchbuhnen entwickelt und in die  Kanal - Bode eingebaut. Zusätzlich wurde zur Energiegewinnung eine schwimmende Flussstrom - Wasserkraftanlage eingerichtet. Wie ich erkenne musste, reichen diese Maßnahmen nicht aus, um von einer Gewässerökologie, in den Altarmen der Bode, zu sprechen. Ich vermute dass die mobilen Schlauchbuhnen nur zur wissenschaftlichen Erforschung hergestellt wurden. Nach meiner Meinung lässt sich das Problem, der Austrocknung der alten Flußarme, nur durch ein Wehr in der Kanal - Bode lösen
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Von Neugattersleben wanderten wir durch den Park zur Bodebrücke über den alten Bodearm. Hier konnten wir das Ausmaß der Austrocknung erkennen. Auf dem rechten Bodeufer ging es über Löbnitz zurück nach Hohenerxleben. 
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