Questenberg - Queste - Burgruine - Roland - Schwinde - Questenhöhle #1

alte Mühle Questenberg
 
Mittwochs kann man an einer Wanderung mit einem Ranger vom Biosphärenreservat teilnehmen
Südharz: Questenberg | Unter der Leitung von Achim Telke führte eine Wanderung des Harzklub Zweigvereins Ballenstedt nach der kleinen Gemeinde Questenberg im Südharz. In Questenberg und in unmittelbarer Umgebung gibt es viele Sehenswürdigkeiten zu entdecken Aus diesem Grund verzichte ich diesmal auf einen Bericht über den Ablauf dieser interessanten Wanderung.

Questenfest

Der kleine Harzort Questenberg ist bekannt durch das, am Pfingstmontag, stattfindenden Questenfest. Allgemein wird angenommen, dass die Queste einen heidnischen Ursprung hat. Der Questenkranz wird in der Nacht zu Pfingstmontag von dem Questenbaum, der sich auf dem Questenberg befindet, abgenommen und am Nachmittag wieder mit einem neu geschmückten Questenkranz versehen. Früher wurde alljährlich auch der etwa 10m hohe Eichenbaum erneuert. Aus der ganzen Umgebung strömen am Pfingstmontag die Besucher nach Questenberg. Auch auf dem Questenberg findet eine entsprechenden Feier statt. Nun kann das große Fest beginnen. Diesen Brauchtum, das Erneuern der Queste bzw. des Questenbaumes, wird seit Generationen von jungen Männern aus Questenberg durchgeführt. Hiezu gibt es, wie so oft in den Harzdörfern, auch eine entsprechende Sage.

Roland


Der  Ort Questenberg hat neben der Kirche als Besonderheit einen Roland aus Holz aufzuweisen. Er soll ein Zeichen für die niedere Gerichtsbarkeit darstellen. Über den Ursprung des Rolands gibt es unterschiedliche Erklärungen. Schon 1437 soll es einen Roland gegeben haben. 1730 wurde  der heutige Roland erstmals urkundlich erwähnt. Es ist es schön, dass durch Sponsoren der Roland, einschließlich des  Schutzdaches, im Jahre 2016 renoviert werden konnte.

Burgruine Questenburg


Gegenüber dem Questenberg mit der Queste befindet sich auf der anderen Seite des Nassetals mit der Ortschaft Questenberg der Burgberg mit der Burgruine Questenberg. Die Burg wurde im  13.Jahrhundert von den Grafen zu Bechlingen erbaut. Über die Jahrhunderte gab es viele verschiedene Besitzer der Burg. Im 30 -jährigen Krieg wurde die Burg 1633 letztmalig militärisch genutzt. Um 1830 wurde die inzwischen verfallene Burg geschliffen. Ein Förderverein kümmert sich heute um die Erforschung und den Erhalt der Burgruine. 

Bachschwinden - Questenhöhle

 
Questenberg liegt in einem Karstgebiet.In und um Questenberg sind durch die Auswaschungen des Gips Abrissspalten, Erdfälle, Bachschwinden und Karstquellen entstanden. Bekannt ist die Dinsterbachschwinde. Hier verschwindet der kleine Bach urplötzlich Im Boden. Durch die Auswaschungen des Gipsgesteins sind  gleich mehrere Höhlen  in Questenberg entstanden. Durch Abbrüche des Anhydritgesteins  wurde eine Höhle total verschüttet. Die Questenhöhle auch Kaltes Loch oder Herkersloch genannt, befindet sich am Fuße des Questenberges. Der Höhlensee ist bis zu 10 m tief und größer als der heutige See in einer der größten Karsthöhlen Deutschlands, der Heimkehle bei Uftrungen. Von 1921 bis 1940 war die Höhle als Schauhöhle zu besichtigen. Die Höhle ist heute, nach Abbrüchen und Verschüttungen, nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Höhle darf nur noch für Forschungszwecken geöffnet werden.
Erwähnenswert sind sind auch die Gletscherköpfe. Sie entstanden durch Auskolkungen der, im ehemaligen Bachbett der Nasse, sich befindlichen Geröllsteine. Auch der episodische  See,auch Bauerngraben  genannt, bei Agnesdorf ist durchaus interessant.                         Ich hoffe,dass ich, mit meinem sicher nur unvollständigen Beitrag, einen kleinen Impuls gegeben habe, Questenberg einmal selbst zu besuchen. Aufgrund der Vielzahl der Bilder teile ich sie in zwei Bildergalerien auf.
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