Besuch in einer alten Stadt

  "Eine Reise nach der Römerstadt Trier und zu Karl Marx"

30 interressierte Teilnehmer nahmen von 10. bis 13. Mai 2018 an einer mehrtägigen Busreise nach Trier teil. Der unabhängige Frauenverband Halberstadt unter Leitung von Stephania Nell, hatte für die vier Tage ein anspruchvolles Programm vorbereitet, das kein Reiseprofi hätte besser machen können. Neben den touristischen Programm in Deutschlands ältester Stadt, hatten die Teilnehmer die Möglichkeit die vier Ausstellungen die zu Ehren des 200. Geburtstages von Karl Marx gezeigt wurden, zu besuchen. Das Land Rheinland-Pfalz und die Stadt Trier hatten im Landesmuseum Trier eine Ausstellung zum politischen Werdegang von Marx vorbereitet. Das Stadtmuseum Simeonstift zeigte den privaten Werdegang des großen Mannes, eine Dauerausstellung in seinen Geburtshaus ebenfalls neu gestaltet und das Dommuseum zeigte eine Ausstellung zum Thema Arbeit, alles unter der großen Überschrift: "Karl Marx 1818 bis 1883 Leben Werk Zeit". Was die Presse und die Stadt nicht so richtig bekannt gemacht hatten oder nicht wollten: es gab noch eine fünfte Ausstellung. In alternativen Kulturzentrum "Tufa Trier" wird eine Ausstellung zum Thema "Geldrausch" gezeigt.
Die Bürger der Stadt haben eine geteilte Meinung zu ihrem großen Sohn. In diesen konservativen Land, können sie nicht verstehen, das ein Kommunist geehrt wird. Trotzdem, der Stadtrat hatte entschieden das Geschenk der VR China anzunehmen und so hatte Trier ein 5,5 Meter hohes Karl Marx Denkmal bekommen. Gleichzeitig wurde beschlossen Marx als Marke zu erklären. So sieht man heute neben echter Kunst auch sehr viel Kitsch zu diesem Thema. In den Buchhandlungen sieht man sogar die Marx-Engels Gesamtausgabe und sehr viel Literatur auch über Jenny Marx und Friedrich Engels.
Sogar die Moselwinzer behaupten, das Karl Marx erst nach den Genuß einiger Flaschen roten Moselweins in der Lage war, die Gedanken zu entwickeln, die einmal die Welt verändern sollten.
Das touristische Programm unser Kurzreise ließ es nicht zu, alles zu besuchen. Auch die Stadtführung durch Trier, ein Ausflug nach Luxemburg, eine Moselrundfahrt mit Besuch von Bernkastel-Kues und eine Schiffsfahrt auf der Mosel waren sehr informativ und hochinteressant. Ich hatte mir die Zeit genommen das Stadtmuseum und die Landesausstellung zu besuchen. Schon erstaunlich, wie Museumsleute mit Bilder oder Schriftstücken, die Zusammenhänge darstellen können, so das man ein reales Bild aus der Zeit des Frühkapitalismus bekommt. Die Zeiten scheinen sich nicht verändert zu haben. Heute wie damals gibt es reiche und arme Menschen.

Der letzte Raum der Landesausstellung bot jeden die Möglichkeit, auf roten Zetteln seine Meinung zu diesem Thema zu schreiben. Alles war vertreten: Ablehnung, Zustimmung, Marx ist aktueller denn je, keine Meinung und dieser Zettel mit der Inschrift "Vorwärts, habs ihr vergessen". Ich musste an Marxs 11. These über Feuerbach denken.

Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert, es kommt aber darauf an, sie zu verändern. Marx und Engeln meinten damit bestimmt etwas anderes, als das was heutige Politiker kommunistischer, linker oder sozialdemokratischer Parteien heute machen.

Die Idee der Frauen von UFV Halberstadt nach der Römer.- und Marxstadt zu fahren war sehr gut. Jeder der mehr wissen will, kann sich unter www.karl-marx-ausstellung.de informieren und natürlich die Stadt auch einmal selbst besuchen. Die Ausstellungen können noch bis zum 21. Oktober 2018 besichtigen werden.
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